Philosophie der Fotografie
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Die Fotografie gehört zusammen mit dem Film zu den wesentlichen Künsten des 20. Jahrhunderts. Dabei war sie im Kontext ihrer Entstehung dem Vorwurf ausgesetzt, Ausdruck eines bloß dokumentarischen Weltbezugs und der Wissenschaft zu sein, der Kunst aber nicht fähig. Von diesem Vorwurf hat sie sich früh schon emanzipiert und auch von ihrer zunächst engen Verklammerung mit dem Film, wenn die frühe Theorie der Fotografie und des Films beide häufig in einem Atemzug diskutiert hat. Gerade durch die Möglichkeiten der digitalen Fotografie scheint sie auch ein ihr lange zugeschriebenes Signum, nämlich dass sie in kausaler Relation zu dem, was sich zum Zeitpunkt der Betätigung des Auslösers vor der Linse befand, eingebüßt zu haben. Wir werden in gemeinsamer Lektüre klassischer wie jüngerer Texte zur Fotografie nach den Eigenarten ihres Mediums wie ihrem Verhältnis zu anderen Künsten fragen.

 

Donnerstags 11.30-13.00


Daniel Martin Feige

Was ist eine Handlung?
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Die Handlungstheorie ist eine Kerndisziplin der praktischen Philosophie und fragt danach, in welcher Weise sich Handlungen als Ausdruck unserer praktischen Vernunft verstehen lassen. Anders als bei solchen Vorgängen, die wir hinreichend unter Angabe von Ursachen, die zu ihrem Eintreten geführt haben, erklären können, stellt sich bei Handlungen die Frage, welche Gründe die Handelnden dafür hatten, das zu tun, was sie getan haben und ob diese Gründe gute Gründe sind. Im Seminar werden wir das Buch "Absicht" von G.E.M. Anscombe lesen, deren Position in den letzten Jahren in den handlungstheoretischen Diskussionen eine Renaissance erlebt hat. Die deutsche Übersetzung, die 2010 im Suhrkamp-Verlag erschienen ist, wird zur Anschaffung empfohlen. Da der Text trotz seiner Kürze vom Schwierigkeitsgrad gehoben ist wird die Bereitschaft zu gründlicher Vorbereitung der Seminarsitzungen vorausgesetzt.

 

 

Donnerstags 09.30-11.00.


Daniel Martin Feige

Einführungskurs wissenschaftliches Arbeiten und Philosophie des Designs
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Das von einem Tutorium begleitete Seminar ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden des ersten Semesters in den Studiengängen Industrial Design, Kommunikationsdesign und Textildesign. Es dient der Vermittlung von basalen Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens – wissenschaftliches Schreiben, hermeneutische Erarbeitung von Texten, Fähigkeit zur argumentativen Auseinandersetzung mit Thesen – und zugleich der Einführung in Grundfragen der Designtheorie aus philosophischer Perspektive. Im Tutorium wird vor allem das wissenschaftliche Schreiben geübt.


Mittwochs 09.00-10.30


Daniel Martin Feige

Ästhetik des Computerspiels
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Das Computerspiel gehört zu den relevantesten popkulturellen Medien der Gegenwart. Dabei werden in den letzten Jahren zunehmend auch gamespezifische Ästhetiken und Logiken im Kontext der Kunst erkundet, wie das Computerspiel schon sehr früh als neuartiger Gegenstandsbereich für Designentscheidungen gewürdigt worden ist. Dabei stellen sich aus der Perspektive der philosophischen Ästhetik vielfältige Fragen, die sowohl das Verhältnis des Computerspiels zu etablierten ästhetischen Medien wie dem Film, der Literatur, der Fotografie, der Malerei und der Musik betreffen, als auch Fragen der politischen und gesellschaftlichen Relevanz des Mediums. Im Rahmen des Seminars werden wir ausgewählte Texte der jüngeren Debatte lesen.

Mittwochs 11.00-12.30



Daniel Martin Feige

Positionen der Theorie des Films in Geschichte und Gegenwart [SoSe 2021]

Der Film gehört zu den maßgeblichen künstlerischen Medien des 20. Jahrhunderts. Seit seiner Entstehung ist er von vielfältigen theoretischen Diskursen und Kontroversen begleitet worden, die unter anderem die Frage der Spezifika des filmischen Bildes, die Frage der Definierbarkeit des filmischen Mediums und die Frage seiner ästhetischen und politischen Signifikanz betreffen. Im Rahmen des Seminars werden wir einschlägige historische wie jüngere Texte zur Theorie des Films diskutieren. 

Auswahlbibliographie

  • Richard Allen und Murray Smith (Hg.), Film Theory and Philosophy, Oxford: Oxford University Press 1997.
  • David Bordwell, Kristin Thompson und Jeff Smith, Film Art: An Introduction, 12. Auflage, New York: McGraw Hill Education 2020.
  • Leo Braudy und Marshall Cohen (Hg.), Film Theory and Criticism. Introductory Readings, Oxford: Oxford University Press 1999.
  • Noël Carroll, Theorizing the Moving Image, Cambridge: Cambridge University Press 1996.
  • Noël Carroll, The Philosophy of Motion Pictures, Malden/Ma.: Blackwell 2008.
  • Stanley Cavell, The World Viewed. Reflections on the Ontology of Film, Cambridge/Ma.: Harvard University Press 1979.
  • Gregory Currie, Image and Mind. Film, Philosophy, and Cognitive Science, New York: Cambridge University Press 1995.
  • Gilles Deleuze, Das Bewegungs-Bild. Kino 1, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1996.
  • Gilles Deleuze, Das Zeit-Bild. Kino 2, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1996.
  • Lorenz Engell, Oliver Fahle, Vinzenz Hediger und Christiane Voss, Essays zur Film-Philosophie, München: Fink 2015.
  • Cynthia Freeland und Thomas Wartenberg (Hg.), Philosophy and Film, New York: Routledge 1995.
  • Josef Früchtl, Vertrauen in die Welt. Eine Philosophie des Films, München: Fink 2013.
  • Berys Gaut, A Philosophy of Cinematic Art, New York: Cambridge University Press 2010.
  • Gertrud Koch, Die Wiederkehr der Illusion. Der Film und die Kunst der Gegenwart, Berlin: Suhrkamp 2016.
  • Dimitri Liebsch (Hg.), Philosophie des Films. Grundlagentexte, Paderborn: Mentis 2005.
  • Paisley Livingston und Carl Plantinga (Hg.), The Routledge Companion to Philosophy and Film, London: Routledge 2009.
  • Jacques Rancière, Spielräume des Kinos, Wien: Passagen 2012.
  • Martin Seel, Die Künste des Kinos, Frankfurt am Main: Fischer 2013.
  • Martin Seel, ≫Hollywood ignorieren≪. Vom Kino, Frankfurt am Main: Fischer 2017.
  • Robert Sinnerbrink, New Philosophies of Film. Thinking Images, London: Continuum 2011.
Daniel Martin Feige

Theorien der Alltagsästhetik [SoSe 2021]

In den letzten Jahren sind Theorien der Alltagsästhetik vermehrt vor allem in der angloamerikanischen Ästhetik diskutiert worden. Gegenüber der in der Tradition der Ästhetik starken Dominanz der Kunst als paradigmatischen Gegenstandsbereich der Ästhetik pochen sie auf ästhetische Momente aller Aspekte der menschlichen Lebensform. So interessieren sie sich neben Phänomenen der Natur nicht zuletzt besonders für Fragen einer Ästhetik des Designs. Im Seminar soll gemeinsam das einschlägige Buch von Yuriko Saito zur Alltagsästhetik gelesen werden und dadurch in den Debattenstand eingeführt werden.

Auswahlbibliographie

  • Arnold Berleant, Aesthetics Beyond the Arts. New and Recent Essays, Aldershot: Ashgate 2012.
  • Thomas Leddy, The Extraordinary in the Ordinary. The Aesthetics of Everyday Life, Peterborough: Broadview Press 2012.
  • Yuriko Saito, Everyday Aesthetics, Oxford: Oxford University Press 2010.
  • Richard Schusterman, Thinking through the Body.  Essays in Somaesthetics, Cambridge: Cambridge University Press 2012.


Daniel Martin Feige

Arthur C. Dantos Kunstphilosophie [SoSe 2021]

Arthur C. Danto (1924-2013) gehört zu den zentralen angloamerikanischen Kunsttheoretikern und Kunstkritikern des 20. Jahrhunderts; neben klassischen Beiträgen zur Handlungstheorie, zur Philosophie der Geschichte wie zu wichtigen Autoren der Tradition ist er vor allem mit Beiträgen zur Theorie und Geschichte der Kunst hervorgetreten, die international breit und kontrovers rezipiert worden sind. Im Seminar werden wir gemeinsam sein Hauptwerk "Die Verklärung des Gewöhnlichen. Eine Philosophie der Kunst" lesen und diskutieren. Das Buch wird zur Anschaffung empfohlen.

Literatur

Arthur C. Danto, Die Verklärung des Gewöhnlichen. Eine Philosophie der Kunst, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1981.



Daniel Martin Feige

Hans-Georg Gadamer "Wahrheit und Methode" [SoSe 2021]

Hans-Georg Gadamer (1900-2002) zählt zu den einflussreichsten und international sichtbarsten deutschen Philosophen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist zugleich neben seinem Lehrer Martin Heidegger der wichtigste Vertreter der philosophischen Hermeneutik im 20. Jahrhundert. In seinem Hauptwerk Wahrheit und Methode (1960) untersucht er das Verstehen als existenziale Dimension der menschlichen Lebensform nicht zuletzt mit Blick auf die Erfahrung von Wahrheit in Geschichte, Philosophie und Kunst. Wir werden im Seminar in gemeinsamer gründlicher Lektüre zentrale Abschnitte seines Hauptwerks erarbeiten. 

Literatur

Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik, Tübingen: Mohr Siebeck 1975.

Daniel Martin Feige

Designgeschichte II [SS 2021]

Design hat nicht nur eine Geschichte, sondern ist seine Geschichte. Design ist ein Prozess, zielt auf Prozesse und scheint, wenn überhaupt, nur im Prozess (um-)definiert werden zu können. Entsprechend wird es in der Überblicksvorlesung und der wechselweisen Diskussion einschlägiger Quellentexte darum gehen, eine Entwicklung nachzuzeichnen, die bei der Frage nach dem eigentlichen Ursprung des „Designs“ ansetzt, um am Ende eines kritischen Durchgangs durch die letzten Jahrhunderte das Phänomen „Design“ in der Gegenwart besser erfassen zu können.

Florian Arnold

Designgeschichte I - Von der Steinzeithöhle ins Bauhaus [WS 20/21]

Design hat nicht nur eine Geschichte, sondern ist seine Geschichte. Design ist ein Prozess, zielt auf Prozesse und scheint, wenn überhaupt, nur im Prozess (um-)definiert werden zu können. Entsprechend wird es in der Überblicksvorlesung und der wechselweisen Diskussion einschlägiger Quellentexte darum gehen, eine Entwicklung nachzuzeichnen, die bei der Frage nach dem eigentlichen Ursprung des „Designs“ ansetzt, um am Ende eines kritischen Durchgangs durch die letzten Jahrhunderte das Phänomen „Design“ in der Gegenwart besser erfassen zu können.


Florian Arnold

Einführung in die Philosophie des Designs und wissenschaftliches Arbeiten [WS 20/21]

Prof. Dr. Daniel Martin Feige

Einführungskurs mit Tutorium [Leitung: Cedric Tonye Djon]

Seminargröße: 32

Raum: 21.10: Treffen auf dem Campus zur Vorbesprechung

Zeit: Mi 09.00-10.30 Uhr, Beginn: 21.10.2019

 

Einführungskurs Philosophie des Designs und wissenschaftliches Arbeiten

Das von einem Tutorium begleitete Seminar ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden des ersten Semesters in den Studiengängen Industrial Design, Kommunikationsdesign und Textildesign. Es dient der Vermittlung von basalen Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens – wissenschaftliches Schreiben, hermeneutische Erarbeitung von Texten, Fähigkeit zur argumentativen Auseinandersetzung mit Thesen – und zugleich der Einführung in Grundfragen der Designtheorie aus philosophischer Perspektive. Das Tutorium dient neben der Vertiefung der Diskussion der Texte des Seminars vor allem der gemeinsamen Übung wissenschaftlichen Schreibens.

 

Literatur:

Florian Arnold, Philosophie für Designer, Stuttgart: AV Edition 2016.

Simon Blackburn, Denken! Die großen Fragen der Philosophie, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2013.

Wolfgang Detel, Grundkurs Philosophie, Stuttgart: Reclam 2007 (= Band 1-5).

Daniel M. Feige, Design. Eine philosophische Analyse, Berlin: Suhrkamp 2018.

Daniel M. Feige, Zur Dialektik des Social Design. Ästhetik und Kritik in Kunst und Design, Hamburg: Adocs 2019.

Philipp Meyer, 300 Tipps fürs wissenschaftliche Schreiben, Stuttgart: Utb 2005.

Eckardt Meyer-Krentler und Burckhard Moenninghoff, Arbeitstechniken Literaturwissenschaft, Stuttgart: UTB 2010.

Thomas Nagel, Was bedeutet das alles?, Stuttgart: Reclam 2012.

Jay Rosenberg, Philosophieren. Ein Handbuch für Anfänger, Frankfurt am Main: Klostermann 2002.

Holm Tetens, Philosophisches Argumentieren, München: Beck 2004.


Daniel Martin Feige

Grundbegriffe der Theorie des Designs [WS 20/21]

Prof. Dr. Daniel Martin Feige

Modulzugehörigkeit: Kulturphilosophie

Podcast-Vorlesung

Zeit: Donnerstag 10.00-11.30 Uhr

SWS: 2 (3-6 Ects)

 

Grundbegriffe der Philosophie des Designs

Die Vorlesung führt in zentrale mit dem Design verbundene Grundbegriffe philosophisch ein und ermöglicht so Designstudierenden wie Studierenden anderer Fächer einen Einblick in zentrale Fragen der Designtheorie. Folgende Grundbegriffe werden in der Vorlesung erörtert: Begriff (Kann man Design definieren?), Geschichtlichkeit (Ist Design irgendwann entstanden oder gab es Design schon immer?), Anthropologie (Welche Rolle spielt Design im menschlichen Leben?), Ästhetik (Können Designgegenstände „schön“ sein und Gegenstand einer spezifischen Erfahrung werden?), Ethik (Was ist gutes Design?), Politik (Was heißt Kritik des Designs?).

 

Literatur (Auswahl)

Florian Arnold, Logik des Entwerfens. Eine designphilosophische Grundlegung, Paderborn: Fink 2018.

Andreas Dorschel, Gestaltung. Zur Ästhetik des Brauchbaren, Heidelberg: Winter 2003.

 Daniel M. Feige, Design. Eine philosophische Analyse, Berlin 2018.

Daniel M. Feige, Florian Arnold und Markus Rautzenberg (Hg.), Philosophie des Designs, Bielefeld: Transcript 2020.

 Daniel M. Feige, Zur Dialektik des Social Designs (= Studienhefte problemorientiertes Design 4), Hamburg: Adocs 2019.

Jane Forsey, The Aesthetics of Design, Oxford: Oxford University Press 2013.

Glenn Parsons und Allen Carlson, Functional Beauty, Oxford: Clarendon Press 2008.

Glenn Parsons, The Philosophy of Design, Cambridge: Polity Press 2016.

Oliver Ruf und Stefan Neuhaus (Hg.), Designästhetik. Theorie und soziale Praxis, Bielefeld: Transcript 2020.

Gerhard Schweppenhäuser, Designtheorie, Berlin: Springer 2016.


Daniel Martin Feige

Forschungskolloquium Gegenwartsästhetik [WS 20/21]

Prof. Dr. Daniel Martin Feige und Prof. Dr. Judith Siegmund

Seminargröße: 20

Ort: HMDK Stuttgart

Zeit: Fr 10.00-12.00 Uhr, Beginn: 20.10.2019

 

Forschungskolloquium Gegenwartsästhetik

Im seit mehreren Jahren bestehenden Kolloquium werden Positionen der gegenwärtigen ästhetischen Diskussion gemeinsam diskutiert. Das Kolloquium richtet sich an Designer*innen, Künstler*innen, Philosophen und Philosophinnen, Musiker*innen und an alle, die sich für aktuelle Debatten der Ästhetik interessieren. Es findet in Kooperation zwischen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart statt. In diesem Semester soll Achille Mbembes „Kritik der schwarzen Vernunft“ gelesen werden.

 

 

Literatur:

 

Achille Mbembe, Kritik der schwarzen Vernunft, Berlin: Suhrkamp 2013.

 


Daniel Martin Feige

Hegel lesen! [WS 20/21]

Prof. Dr. Daniel Martin Feige

Seminargröße: 20

Ort: Vortragssaal Neubau 2 / Digital

Zeit: Fr 09.30-11.00 Uhr, Beginn: 23.10.2019

 

Hegel Lesen!

Stuttgart hat dieses Jahr den 250. Geburtstag eines Sohns der Stadt begangen, der zu den wichtigsten Philosophen der Neuzeit gehört: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831). Er war zentraler Vertreter des deutschen Idealismus, der für eine Überwindung disziplinärer Grenzen steht: Im Rahmen seines umfassenden philosophischen Systems diskutiert Hegel Fragen der Ethik im systematischen Zusammenhang mit Fragen der Erkenntnistheorie, wie er Fragen der Naturphilosophie im systematischen Zusammenhang mit Fragen der Religionsphilosophie und Ästhetik diskutiert. Dass sein Werk keineswegs allein historisch interessant ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass viele Philosophen/innen heute nicht nur nach wie vor Hegel lesen, sondern grundlegende Thesen Hegels in abgewandelter Form auch in der Gegenwart verteidigen. Im Rahmen des Seminars wollen wir in gemeinsamer gründlicher Lektüre der Einleitungen der Phänomenologie des Geistes sowie der Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften (sowie potentiell weiterer Ausschnitte aus der Enzyklopädie, der Rechtsphilosophie und der Geschichtsphilosophie) Anspruch und Methode der hegelschen Philosophie versuchen nachvollziehen. Da der Schwierigkeitsgrad von Hegels Texten hoch ist, wird als Voraussetzung der gemeinsamen Arbeit im Seminar eine gründliche Vorbereitung der Textabschnitte erwartet.

 

Literatur:

 

Georg W. Bertram, Hegels „Phänomenologie des Geistes“. Ein systematischer Kommentar, Ditzingen: Reclam 2017.

Daniel M. Feige, Die Natur des Menschen. Eine dialektische Anthropologie, Berlin: Suhrkamp 2021 (im Erscheinen).

Christoph Menke, Autonomie und Befreiung. Studien zu Hegel, Berlin: Suhrkamp 2018.

Terry Pinkard, Hegel's Naturalism: Mind, Nature, and the Final Ends of Life, Oxford: Oxford University Press 2012.

Robert Pippin, Die Aktualität des Deutschen Idealismus, Berlin: Suhrkamp 2016.

Michael Quante, Die Wirklichkeit des Geistes. Studien zu Hegel, Berlin: Suhrkamp 2011.

Sally Sedgwick, Hegel’s Critique of Kant. From Dichotomy to Identity, Oxford: Oxford University Press 2012.

Ludwig Siep, Der Weg der Phänomenologie des Geistes. Ein einführender Kommentar zu Hegels „Differenzschrift“ und „Phänomenologie des Geistes“, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2000.

Slavoj Žižek, Weniger als Nichts. Hegel und der Schatten des dialektischen Materialismus, Berlin:  Suhrkamp 2016.


Daniel Martin Feige

Klassiker der philosophischen Ästhetik [WS 20/21]

Prof. Dr. Daniel Martin Feige

Seminargröße: 20

Ort: Vortragssaal Neubau 2 / Digital

Zeit: Mittwoch 11.00-12.30, Beginn 21.10.2020

 

Klassiker der philosophischen Ästhetik

Ästhetik beschäftigt sich mit einer besonderen Form des menschlichen Weltbezugs, im Rahmen dessen Gegenstände nicht auf Allgemeinbegriffe gebracht werden, sondern in ihrer Spezifik nachvollzogen werden. Zu den paradigmatisch in Geschichte wie Gegenwart diskutierten Gegenstandsbereichen gehört dabei neben der Kunst die Natur; jüngst werden auch verstärkt nicht-klassische Gegenstandsbereiche wie das Design erforscht. Im Seminar werden wir die historische Entwicklung der Ästhetik (mit einem besonderen Fokus auf Positionen im Gefolge des 18. Jahrhunderts) in der gemeinsamen Diskussion paradigmatischer Texte nachvollziehen

 

Literatur:

 

Georg W. Bertram, Kunst. Eine philosophische Einführung, Stuttgart: Reclam 2005.

Noël Carroll, Philosophy of Art. A contemporary Introduction, New York: Routledge 1999.

Daniel M. Feige, Kunst als Selbstverständigung, Münster: Mentis 2012.

Stefan Majetschak, Ästhetik zur Einführung, Hamburg: Junius 2012.

Maria E. Reicher, Einführung in die philosophische Ästhetik, Darmstadt: WBG 2005.

Brigitte Scheer, Einführung in die philosophische Ästhetik, Darmstadt: WBG 1997.

 

 

Anforderungen [Designstudiengänge 6 ECTS]

Hausarbeit, Länge: 15-20 Seiten.


Daniel Martin Feige