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Text der Kursbeschreibung

Florian Arnold

Religiosität oder auch Spiritualität sind Ausdruck menschlicher Selbstverständigung seit unseren geschichtlichen Anfängen. Dabei spielen seit jeher Artefakte eine wesentliche Rolle, die eingebunden in Rituale oder Routinen, unsere Lebensformen prägen und unsere Lebenswelt gestalten. Dass unsere Gegenwart dabei keine Ausnahme bildet, eher umgekehrt, etliche Glaubensrichtungen von Animismen und Totemismen über Orthodoxien und Häresien bis zu Mythologien und Millenarismus heute koexistieren, wirft die Frage auf, wie sich diese Züge etwa auch in der Theorie und Praxis des Designs niederschlagen. Der Verdacht liegt nahe, dass Design nicht nur Göttervorstellungen abbildet, sondern auch vorbildet ‒ insbesondere unter den Vorzeichen einer sich angeblich manifestierenden „KI“ inmitten unserer digitalen Kultur der Gegenwart.

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Daniel Martin Feige, Michael Lüthy

Freitags, 10–12 Uhr (2 wöchentlich)

Digital

Teilnehmerzahl: 15-20

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Shirin Weigelt

„Warum ist überhaupt etwas und nicht nichts?“ Diese philosophische Grundfrage hat durch die Historie hinweg verschiedene Ausdeutungen erfahren. Eine naturphilosophische Antwort lautet: Weil Dinge miteinander in Kontakt kommen, was zu Widerständen und Abweichung, Bewegung und Formwerdung führt. Kontakt ist also die Voraussetzung für Existenz. An diese ontologische These zum Berühren schließt sich eine zweite, qualifizierende Einsicht an: Kontakt gestaltet. Das „Wie-Sein“ der Welt hängt maßgeblich mit Berührung zusammen – sei es in Form des Verbindenden oder Trennenden, des Widerständigen oder Reibungslosen, des Kommunizierenden oder Absorbierenden.

Diese Grundlagenreflexion bildet den Ausgangspunkt für das Blockseminar „Kontaktzonen“. Durch die Lektüre und gemeinsame Diskussion philosophischer Texte von der Antike bis in die Gegenwart versuchen wir uns der Ästhetik, Epistemologie und Politik der Berührung anzunähern. Die gedankliche Abstraktion binden wir während der Sitzungen an konkrete Gegenstände und Beispiele zurück. Hände und Häute, Körper und Sinnlichkeit sowie Affektivität spielen dabei ebenso eine Rolle, wie Oberflächen- und Tiefenstrukturen, (technische) Interfaces, Materialität oder gestaltende Manipulation in Kunst und Design. Ziel des Seminars ist es, philosophisch fundiert Verständnisse der Begriffe des „Kontakts“ und der „Berührung“ sowie daran anschließende, eigene Perspektiven und Fragestellungen zu entwickeln.

Das Blockseminar findet online an 4 Tagen (freitags/samstags) im Sommersemester statt. 

Wenn Sie teilnehmen möchten, schalten Sie sich bitte zur ersten Sitzung am Freitag, den 11.04., ab 10 Uhr über BigBlueButton zu. Die erste Sitzung endet um 14 Uhr. Den Link erhalten Sie per eMail oder nach Eintragung in den Kurs im ABK Portal.


Literaturempfehlung zur Einstimmung: H. Sohns und J. Ungelenk (Hg...

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Daniel Martin Feige

Vorlesung

Donnerstags 11–12:30 Uhr

Teilnehmerzahl: 20


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Daniel Martin Feige

Modul Kulturphilosophie

Mittwochs, 09–10:30 Uhr

Teilnehmerzahl: 10-15

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Florian Arnold

Piktogramme stehen repräsentativ für Kommunikationssysteme von Bilderzeichen im weitesten Sinne. Inwiefern diese Arten visueller Kommunikation eine eigene ‚Bildersprache‘ entwickeln, ob sie überhaupt eine ‚Sprache‘ im herkömmlichen Sinne darstellen und was sich dem enormen Zuwachs an Piktogrammatiken in digitalen Kulturen seinerseits ablesen lässt, lädt zum Nachdenken über die Eigenlogik dieser ‚Be-Zeichnungs‘-Weisen ein: Ist Kommunikationsdesign mittlerweile zu einer Weltsprache geworden oder erweist sich die ‚Sprache‘ unserer heutigen Welt vielmehr als eine Frage unter anderen des Designs?

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Daniel Martin Feige

Seminar

Donnerstags, 09–10:30 Uhr

Teilnehmerzahl: 15-20


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Prof. Dr. Daniel Martin Feige und Dr. Ulrike Ramming

Adornos Philosophie hat nicht allein im 20. Jahrhundert wie kaum eine zweite Position Fragen der Ästhetik in ihrem systematischen Zusammenhang mit Fragen der praktischen und theoretischen Philosophie diskutiert. Vielmehr hat sie der Kunst dabei zugleich eine hochstehende Rolle mit Blick auf die Frage zugestanden, was es heißen könnte, eine immanente Kritik einer entfremdeten Gesellschaft zu entwickeln. Das Kunstwerk ist aufgrund seiner besonderen Organisationsweise der Form nach ein Vorschein eines besseren, nicht länger entfremdeten Lebens - ein Vorschein, der zugleich notwendig negativ bleiben muss.

Wir wollen im Seminar ausgehend von einer Lektüre von Auszügen aus einschlägigen Texten Adornos den Versuch unternehmen, seinen Begriff der Ästhetik genauer zu verstehen. Von besonderem Interesse werden für uns dabei Gattungsunterschiede zwischen den Künsten (v.a. Architektur, Literatur, Malerei und Musik) sein.

Das Seminar findet als Kooperation zwischen der Universität Stuttgart und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste statt.

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Prof. Dr. Daniel M. Feige und Prof. Dr. Jakob Steinbrenner

Die in der analytischen Kunstphilosophie lange vorherrschende Frage nach der Definierbarkeit des Kunstbegriffs ist in den letzten Jahren zunehmend von zwei anderen Leitfragen abgelöst worden: (i) In welcher Weise ist eine am Paradigma der Kunst orientierte Ästhetik im Zuschnitt zu eng - im Lichte unseres alltäglichen Umgangs mit ästhetischen Gegenständen wie auch angesichts der Würdigung popkultureller Phänomene? (ii) In welcher Weise sind klassische Bestimmung der Rolle der Kunst (von ästhetischer Erfahrung bis zu Erkenntnis) in Anbetracht ihrer jüngsten Politisierung zu problematisieren?

Im Seminar werden wir zunächst eine Auswahl klassischer Positionen der Kunsttheorie diskutieren, um vor diesem Hintergrund jüngste Beiträge zur Kunstphilosophie zu lesen, die sich zu diesen und verwandten Problemen verhalten.

Das Seminar findet als Kooperation zwischen der Universität Stuttgart und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste statt.

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Florian Arnold

Macht Design die Welt vielfältiger oder einfältiger? ‒ Stellt man diese Frage aus der traditionellen Perspektive der industriellen Massengesellschaft, gerät man schnell auf die Spur eines Dilemmas, das auch in der postindustriellen ‚Gesellschaft der Singularitäten‘ noch ‚virulent‘ ist: Zwischen serieller Individualität und individualisierter Serialität entscheidet sich, wem, wo und wann das Design wie seinen Dienst erweist oder auch verweigert. Das ist eine kritische Einsicht, die ihrerseits jedoch noch einer kritisch(er)en Reflexion bedarf. Denn was genau kann man eigentlich unter Diversität in der heutigen Gesellschaft verstehen? Und ist das Design dabei eher Teil der Lösung oder des Problems?

Diesen und damit verwandten Fragen wird im Seminar anhand einschlägiger Texte und Phänomene nachgegangen.

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Prof. Dr. Daniel M. Feige

Das von einem Tutorium begleitete Seminar ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden des ersten Semesters in den Studiengängen Industrial Design, Kommunikationsdesign und Textildesign. Es dient der Vermittlung von basalen Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens – wissenschaftliches Schreiben, hermeneutische Erarbeitung von Texten, Fähigkeit zur argumentativen Auseinandersetzung mit Thesen – und zugleich der Einführung in Grundfragen der Designtheorie aus philosophischer Perspektive.  Im Tutorium wird das wissenschaftliche Schreiben geübt. Wir diskutieren Fragen wie folgende: Kann man Design definieren? Was unterscheidet die Ästhetik des Designs von der Ästhetik der Kunst? Wie ist das Verhältnis von Design und Moral?

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Florian Arnold

Im Anfang war der Strich. Der Graphismus steht am Beginn der Homonisation und ist als solcher nicht ‚überwunden‘, wenn davon überhaupt sinnvoll die Rede sein kann, sondern lebt in vielfältiger Weise fort bis heute, insbesondere, aber nicht allein im Graphikdesign. Stattdessen lässt sich am Ziehen eines Strichs eine Entwicklung mitvollziehen, die schon Paul Klee in seiner berühmten Bauhaus-Vorlesung als Ausdruck von Welt- und Menschwerdung vor Augen stand. So lässt sich auch im Rückgriff auf neuere paläoanthropologische Forschungen nachvollziehen, dass mit dem Strich eine ‚Distinktionsdimension‘ eingezeichnet wird, die sich alsbald bevölkert mit Zahlen, Lettern, Diagrammen und heute im Zeichen des Digitalen ganz eigene Populationen hervorbringt.

Die einschlägigen Texte werden von den Teilnehmer:innen im Seminar präsentiert und im Plenum diskutiert. Die Übernahme einer Präsentation ist erforderlich für den Scheinerwerb.

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Prof. Dr. Daniel Martin Feige, Prof. Dr. Michael Lüthy

Das Kolloquium ist eine Kombination aus Doktorand:innenkolloquium und Forschungskolloquium. Neben Präsentationen von Doktorand:innen werden Positionen der gegenwärtigen ästhetischen Diskussion in Kunstgeschichte und philosophischer Ästhetik diskutiert. Das Kolloquium richtet sich an Künstler:innen, Designer:innen, Philosoph:innen, Musiker:innen und an alle, die sich für aktuelle Debatten der Ästhetik interessieren. Es wird in Kooperation der Lehrstühle Prof. Dr. Daniel Martin Feige (Prof. Philosophie und Ästhetik / ABK) und Prof. Dr. Michael Lüthy (Prof. Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart / ABK Stuttgart) ausgerichtet. 

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Prof. Dr. Daniel M. Feige

Die Veranstaltung führt in Auseinandersetzung mit der Position des amerikanischen Philosophen John McDowell (*1943) in Grundfragen der theoretischen wie praktischen Philosophie ein. Da McDowells Position stark von historischen und zeitgenössischen Diskussionen geprägt ist (er schließt u.a. an Aristoteles, Kant, Hegel, Wittgenstein, Gadamer, Sellars und Davidson an) wird die Vorlesung zugleich systematisch in zentrale Positionen der Geschichte der Philosophie einführen.

Zu den zentralen Fragen der Veranstaltung gehören: Können wir die Wirklichkeit erkennen – und wenn ja, welche Rolle oder Autorität haben hier die Naturwissenschaften? Sind wir als menschlichen Wesen in denselben Begriffen zu beschreiben, wie die übrige lebendige Natur? Welchen Status haben Werte und Tugenden – sind sie etwas, was in der Wirklichkeit selbst zu finden ist, oder projizieren wir sie in eine solche?

Je nach Teilnehmerzahl wird die Veranstaltung ausschließlich als Vorlesung oder (wahrscheinlicher) als Kombination von Vorlesung und Lektürekurs angeboten.