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Text der Kursbeschreibung

Asmus Trautsch

Die Funktionen unseres Bewusstseins erfordern Auswahl: Wird jemand wahrgenommen, werden andere dafür abgeblendet; wer einen Gedanken durchdenkt, muss sich auf diesen konzentrieren; will man ein Ziel erreichen, gilt es, die eigenen Handlungsschritte darauf auszurichten. Zu solchen nicht nur bewussten Auswahloperationen gehört die Aufmerksamkeit, mit der wir die Ressourcen unseres Bewusstseins zuteilen. Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, folgt nicht nur unserer Entscheidung, sondern wird auch von unserer Umwelt bestimmt und unterliegt historischer Veränderung. Im Seminar wollen wir philosophisch über Aufmerksamkeit nachdenken und Erkenntnisse aus den Wissenschaften einbeziehen. Der Fokus des Seminars wird auf ästhetischer Aufmerksamkeit liegen. Was ist Aufmerksamkeit und welche Formen von Aufmerksamkeit gibt es? Welche Rollen spielen sie in ästhetischer Erfahrung? Gibt es Arten von Aufmerksamkeit, die bestimmten Kunstwerken oder Naturzusammenhängen angemessen sind? Stellen sie womöglich eine Voraussetzung dafür dar, bestimmte ästhetische Dimensionen wahrzunehmen? Was hat ästhetische Aufmerksamkeit mit ethischer Aufmerksamkeit zu tun? Nicht zuletzt werden wir uns kritisch mit der sog. Aufmerksamkeitsökonomie in der Digitalisierung und ihren ästhetischen wie gesellschaftlichen und politischen Dimensionen beschäftigen. 

Für die Teilnahme am Seminar wird die Bereitschaft zur Lektüre deutsch- und englischsprachiger Texte und die Übernahme einführender Kurzreferate vorausgesetzt.

Modul Ästhetik Online-Seminar

Vorbesprechung 16.04.2026, 16 Uhr 

Text der Kursbeschreibung

Daniel Martin Feige

Wir werden im Seminar gemeinsam jüngste Diskussionen der Designtheorie und Designforschung zu Fragen der Ästhetik, Politik und Kritik im Design vor dem Hintergrund klassischer Texte diskutiert. Neben Diskussionen zur Kritik am klassischen Funktionalismus sollen Fragen des Spekulativen im Design ebenso diskutiert werden wie jüngere Debatten des Social Designs und feministische wie dekoloniale Perspektiven der Designkritik. Die genaueren Schwerpunktsetzungen wie die Textauswahl soll in der ersten Sitzung unter Berücksichtigung der spezifischen Interessen und Wünsche der Teilnehmer:innen gemeinsam festgelegt werden.

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Daniel Martin Feige

Horror als popkulturelle wie als kunstfähige Gattung vor allem in Film und Literatur wird spätestens seit den 1990er Jahren in der angloamerikanischen Ästhetik intensiv diskutiert. Neben dem an das Paradox of Fiction angelehnten Paradox of Horror sind hier vor allem Fragen der Spezifik unserer affektiven wie emotionalen Antwort auf entsprechende Gegenstände in den Blick genommen worden.

Die Vorlesung führt in Grundfragen der Ästhetik des Horrors anhand der Gattung des Horrorfilms ein und möchte einen bestimmten Begriff und eine bestimmte These bezüglich des Horrors verteidigen: Der Horrorfilm stellt eine wichtige Gattung der Gegenwartskunst dar, indem er in Form einer eigensinnigen wie die Zuschauer attackierenden Weise die vielfältigen Krisen der Gegenwart in verwandelter Form thematisiert; er zielt auf das, was sich in unseren freien, vernünftigen und selbstbewussten Vollzügen als ihr anderes nicht sinnvoll in diese Vollzüge integrieren lässt. Im Zentrum wird dabei die Frage stehen, (i) was den Horrorfilm von anderen Künsten unterscheidet, (ii) wie Horror sich als Gattung in verschiedenen Künsten unterschiedlich artikuliert und (iii) nicht zuletzt, in welcher Weise Horrorfilme etwas thematisieren können, was die Philosophie in ihrem Medium nur unzureichend auf den Begriff bringen kann. Flankiert werden die Sitzungen der Vorlesung durch Termine im Kino der Kunstakademie, an denen wir die zentralen Filme, die in der Vorlesung besprochen werden, gemeinsam anschauen werden.

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Florian Arnold

Das Silicon Valley folgt seit jeher seiner eigenen Zeitrechnung, auch tummeln sich seit der Counter-Culture der 1960er Jahre vor Ort seltsame bis absurde Weltanschauungen. Was wir heute, nach dem letzten großen „vibe shift“, jedoch gewärtigen, ist das zu Tage treten einer neuen Botschaft, die weit über die kalifornischen Träume des Neoliberalismus hinausreicht. Der Kapitalismus, so scheint es, konvertiert zum Katholizismus und plötzlich findet man sich an seinen äußerten (rechten) Rändern in einem apokalyptischen Szenario wieder, das zusehend ausstrahlt auf die Gemüter auch hierzulande. 

Wie es dazu kommen konnte und was das für den globalen Zeitgeist heißen könnte, soll im Seminar Thema sein. Von Nick Land als „Dark Enlightenment“ bezeichnet und über Curtis Yarvin zur „hidden agenda“ einiger Regierungskreise im Weißen Haus geworden haben wir es dabei mit einem neuen Typus endzeitlichen Denkens zu tun, das eine genauere kritischer Aufarbeitung verlangt und zwar nicht zuletzt mit Blick auf seine ideengeschichtlichen Ursprünge auf unserem Kontinent

Zeit: Mittwochs 10:30 - 12:00 Uhr 

Raum: Vortragssaal

Kursbeginn: 15.04.2026

Einschreibung: per E-Mail an florian.arnold@abk-stuttgart.de

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Daniel Martin Feige

Das Kolloquium ist eine Kombination aus Doktorand:innenkolloquium und Forschungskolloquium. Neben Präsentationen von Doktorand:innen werden Positionen der gegenwärtigen ästhetischen Diskussion in Kunstgeschichte und philosophischer Ästhetik diskutiert. Das Kolloquium richtet sich an Künstler:innen, Designer:innen, Philosoph:innen und an alle, die sich für aktuelle Debatten der Ästhetik interessieren. Es wird in Kooperation der Lehrstühle Prof. Dr. Daniel Martin Feige (Philosophie und Ästhetik) und Prof. Dr. Michael Lüthy (Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart) ausgerichtet. Es findet an zwei Präsenzterminen statt.

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Daniel Martin Feige

Der Film ist historisch aus der Fotografie hervorgegangen und hat sich neben ihr als eine der maßgeblichen Kunstformen des 20. Jahrhunderts profiliert. Seit seiner Entstehung begleiten ihn Fragen zu seinen medialen Eigenarten wie ästhetischen Ausdruckspotentialen im Spektrum der Künste. Heute stellen sich vor allem Fragen nach der Veränderung seines medialen Eigensinn angesichts seiner zunehmenden Lösung von der Fotografie zugunsten digitaler Technologien. Darüber hinaus begleiten den Film seit seiner Genese Fragen nach den politischen, wie ethischen Grammatiken paradigmatischer seiner Gegenstände. Wir werden im Seminar zentrale Texte vor allem der jüngeren Philosophie des Films diskutieren; neben Beiträgen zur Ontologie des Films und Vorschlägen zur Bestimmung seiner Politizität werden wir vor allem neophänomenologischen Positionen, feministische Positionen und jüngste Diskussionen um die Frage, ob der Film selbst das Potential hat, eine eigenständige Form philosophischen Denkens zu verwirklichen, diskutieren. Intermittierend werden die Sitzungen von gemeinsamen Filmsichtungen im Kino der Kunstakademie ergänzt.

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Florian Arnold 

Die Fotografie zählt zu den ältesten der neuen Künste im 19. Jahrhundert und hat in ihrer genuinen Technizität nicht nur neuen ästhetischen Formen, sondern einer neuartigen Artifizialität des Bildlichen vorgearbeitet, die heute alltäglich geworden scheint. Mehr jedoch als diese vergangene Vorreiterrolle erfüllt die Fotografie auch heute noch Funktionen einer Bildaufnahme und -gabe, die zwischen Dokumentarischem und Künstlerischen oder beidem in eins (oder keins von beidem) „die Wirklichkeit“ auf eine Weise ablichten, durchleuchten oder illuminieren, wie es allein dem subjektiven Blick durch das Objektiv möglich ist. 

Texte und Materialien werden von den Teilnehmer:innen im Seminar präsentiert und im Plenum diskutiert. Die Übernahme einer Präsentation ist erforderlich für den Scheinerwerb.

Zeit: Mittwochs 12:30-14:00 Uhr 

Raum: Vortragssaal NB2

Einschreibung: per E-Mail an florian.arnold@abk-stuttgart.de

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Daniel Martin Feige

Die Handlungstheorie fragt danach, was eine Handlung zu einer Handlung macht, was es heißt, eine Handlung als eine solche zu verstehen und wie Handlungen in ein Verständnis der Welt passen, dass ihre Grundstrukturen so begreift, dass sie wesentlich durch naturwissenschaftliche Beschreibungen zutreffend repräsentierbar sind. Als eigenständige Teildisziplin der praktischen Philosophie ist die Handlungstheorie durch Anscombes Buch „Intention“ aus dem Jahr 1957 begründet worden. Sie entwickelt hier die These, dass Handlungen Ausdruck unserer Rationalität sind, sie eine bestimmte logisch-zeitliche Form haben und dass sie mit einem praktischen Schluss identisch sind. Im Seminar werden wir das Buch in der 2010 bei Suhrkamp erschienenen Übersetzung lesen. Da der Text trotz seiner Kürze vom Schwierigkeitsgrad gehoben ist wird die Bereitschaft zu gründlicher Vorbereitung der Seminarsitzungen vorausgesetzt.

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Dr. Asmus Trautsch

Art der Veranstaltung: Seminar
      
Art der Prüfung: Hausarbeit
      
Beschreibung der Veranstaltung    In ästhetischen Erfahrungen wird unser Denken aktiviert. Künstlerische Arbeiten geben uns Fragen auf oder provozieren zu kritischen Überlegungen über uns selbst, Politik und Gesellschaft. Sie können uns emotional bewegen oder langweilen, unsere Phantasie anregen oder uns neue Körperempfindungen vermitteln. Solche Dimensionen der ästhetischen Erfahrung von Kunst und auch von Naturzusammenhängen haben gemeinsam, dass sie in der Regel bewusst sind. Welche Rolle spielt aber das Unbewusste in ästhetischer Rezeption und künstlerischer Produktion? Wie verhält es sich zur bewussten ästhetischen Wertschätzung? Worum geht es beim Unbewussten: um verdrängte Bedürfnisse, Triebe, affektive Energien, Kraft oder anderes? Und inwieweit bestimmen Medien und künstlerische Formen die Art mit, in der Unbewusstes in der Darstellung wirksam wird? Mit solchen Frage wollen wir uns im Seminar anhand einschlägiger Texte aus Philosophie und Psychoanalyse und mit Blick auf künstlerische und naturästhetische Beispiele beschäftigen. Wir werden Texte von Platon, Johann Gottfried Herder, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud, Walter Benjamin, John Dewey, Christoph Menke, Rosalind Krauss, Jacques Rancière u.a. lesen. Für die Teilnahme am Seminar wird die Bereitschaft zur Lektüre deutsch- und englischsprachiger Texte und die Übernahme einführender Kurzreferate vorausgesetzt.
       
Zeit: Vorbesprechung 16.10.,16-18 Uhr / Onlineseminar 

Teilnehmerzahl: 10-15
      
Anmeldung zur Teilnahme: E-Mail an asmus.trautsch@sonst.abk-stuttgart.de

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Prof. Dr. Daniel Martin Feige

Vorlesung / Seminar

Art der Prüfung: Essay und Hausarbeit

ECTS: 4

Mittwochs 08.30-10.00 Uhr  

Anmeldung zur Teilnahme: Automatische Eintragung

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Prof. Dr. Daniel M. Feige

Modul: Ästhetik

ECTS: 6

Seminar

Zeit: Donnerstags, 09.00-10.30

Anmeldung zur Teilnahme: Email an daniel.feige@abk-stuttgart.de

Geöffnet für Hörer*innen anderer Studiengänge: Ja

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Prof. Dr. Daniel Martin Feige 

Modul: Symbolphilosophie und Semiotik 

ECTS: 3 

Seminar 

Zeit: Donnerstags, 11.00-12.30 

Anmeldung zur Teilnahme: Email an daniel.feige@abk-stuttgart.de 

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Prof. Dr. Daniel Martin Feige und Prof. Dr. Gesa zur Nieden

Ästhetik Seminar Zeit: Mittwochs 10.00-11.30 Uhr 

Anmeldung zur Teilnahme: Email an daniel.feige@abk-stuttgart.de und gesa.zurnieden@uni-a.de

Geöffnet für Hörer*innen anderer Studiengänge: Ja

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Florian Arnold

Fragen der Transkulturalität sorgen heute für politischen Zündstoff. Handelt es sich dabei nur um ein imperialistisches Projekt der Homogenisierung von Lebensformen im Zeichen einer stillschweigenden Leitkultur? Oder sehen wir einer Welt entgegen, die sich zunehmend auf einen universellen Wertekodex verständigt, um ein Miteinander der Toleranz zu ermöglichen? 

Wie immer wird sich die Wahrheit oder zumindest die Wirklichkeit irgendwo in der Mitte bewegen. So soll im Seminar der Frage nachgegangen werden, ob es Möglichkeiten gibt, einen Begriff von Transkulturalität zu entwickeln, der sich nicht im Klein-Klein von interkulturellen Austauschformen oder einer globalen Monokultur verliert. Ein Vorschlag könnte darin bestehen, die transkulturellen Potentiale der Mystik neu auszuschöpfen

Text der Kursbeschreibung

Florian Arnold 

Walter Benjamin behauptet eine singuläre Position innerhalb der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Einerseits kann man ihn dem Umkreis der Kritischen Theorie oder sogar einer bestimmten Form des Kommunismus zuordnen; andererseits finden sich bei ihm Gedankenfiguren, die auch im rechten Diskurs seiner Zeit auftauchen. In beiden Hinsichten aber ist ein revolutionäres Profil unverkennbar. Das Seminar möchte sich diesem Werk aus ästhetischer Perspektive nähern, indem es sich der Frage nach der Ge- und Entstaltung widmet. Dabei kommen ästhetische, technische, politische, aber auch religiöse Momente zum Tragen, die unter anderem die Frage aufwerfen, ob sich Gestaltung nach Benjamin ohne messianische Implikationen überhaupt denken lässt

Text der Kursbeschreibung

Shirin Weigelt

„Warum ist überhaupt etwas und nicht nichts?“ Diese philosophische Grundfrage hat durch die Historie hinweg verschiedene Ausdeutungen erfahren. Eine naturphilosophische Antwort lautet: Weil Dinge miteinander in Kontakt kommen, was zu Widerständen und Abweichung, Bewegung und Formwerdung führt. Kontakt ist also die Voraussetzung für Existenz. An diese ontologische These zum Berühren schließt sich eine zweite, qualifizierende Einsicht an: Kontakt gestaltet. Das „Wie-Sein“ der Welt hängt maßgeblich mit Berührung zusammen – sei es in Form des Verbindenden oder Trennenden, des Widerständigen oder Reibungslosen, des Kommunizierenden oder Absorbierenden.

Diese Grundlagenreflexion bildet den Ausgangspunkt für das Blockseminar „Kontaktzonen“. Durch die Lektüre und gemeinsame Diskussion philosophischer Texte von der Antike bis in die Gegenwart versuchen wir uns der Ästhetik, Epistemologie und Politik der Berührung anzunähern. Die gedankliche Abstraktion binden wir während der Sitzungen an konkrete Gegenstände und Beispiele zurück. Hände und Häute, Körper und Sinnlichkeit sowie Affektivität spielen dabei ebenso eine Rolle, wie Oberflächen- und Tiefenstrukturen, (technische) Interfaces, Materialität oder gestaltende Manipulation in Kunst und Design. Ziel des Seminars ist es, philosophisch fundiert Verständnisse der Begriffe des „Kontakts“ und der „Berührung“ sowie daran anschließende, eigene Perspektiven und Fragestellungen zu entwickeln.

Das Blockseminar findet online an 4 Tagen (freitags/samstags) im Sommersemester statt. 

Wenn Sie teilnehmen möchten, schalten Sie sich bitte zur ersten Sitzung am Freitag, den 11.04., ab 10 Uhr über BigBlueButton zu. Die erste Sitzung endet um 14 Uhr. Den Link erhalten Sie per eMail oder nach Eintragung in den Kurs im ABK Portal.


Literaturempfehlung zur Einstimmung: H. Sohns und J. Ungelenk (Hg...

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Daniel Martin Feige

Vorlesung

Donnerstags 11–12:30 Uhr

Teilnehmerzahl: 20


Text der Kursbeschreibung

Daniel Martin Feige

Modul Kulturphilosophie

Mittwochs, 09–10:30 Uhr

Teilnehmerzahl: 10-15

Text der Kursbeschreibung

Daniel Martin Feige

Seminar

Donnerstags, 09–10:30 Uhr

Teilnehmerzahl: 15-20