Vorlesung Mittelalter [WS 21/22]
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Vorlesung von Prof. Dr. Nils Büttner zum Thema Mittelalter

Nils BüttnerFrederike Schmaeschke

Forschungskolloquium Gegenwartsästhetik [WS2122]
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Im Kolloquium werden Positionen der gegenwärtigen ästhetischen Diskussion in Kunstgeschichte und philosophischer Ästhetik diskutiert. Das Kolloquium richtet sich an Künstler*innen, Designer*innen, Philosoph*innen, Musiker*innen und an alle, die sich für aktuelle Debatten der Ästhetik interessieren. Es wird in Kooperation der Lehrstühle Prof. Dr. Michael Lüthy und Prof. Dr. Daniel M. Feige ausgerichtet.

Dienstags 10.00-12.00

Daniel Martin Feige

Vorlesung: Einführung in die Ikonographie II: Antike Mythologie [SoSe 2021]

Ikonographie ist neben der Stilanalyse ein wichtiges Instrument der kunsthistorischen Forschung. Nach der von Erwin Panowsky mit begründeten Methode folgt auf die genaue Bildbeschreibung die Benennung des Dargestellten und die Deutung im jeweiligen kulturellen Kontext. Die Kenntnis des Gezeigten und dessen Bildtradition kann dabei wertvolle Hinweise auf Künstler, Auftraggeber und Zeitgeschichte liefern.

Im Sommersemester sollen einige der wichtigsten Motive der profanen Ikonographie behandelt werden. Der Schwerpunkt wird dabei auf der griechischen (bzw. römischen Mythologie) liegen. Daneben sollen aber auch häufige Personifikationen und Allegorien betrachtet und ein kurzer Blick auf die germanische Sagenwelt geworfen werden.

As Beispiele werden dabei Werke aus der gesamten europäischen Kunstgeschichte dienen, um den Variantenreichtum der einzelnen Themen aufzuzeigen.

Zur Einführung:

Nils Büttner. Einführung in die frühneuzeitliche Ikonographie. Darmstadt 2014. Frank Büttner und Andrea Gottdang. Einführung in die Ikonographie. Wege zur Deutung von Bildinhalten. München 2009. Carsten-Peter Warncke. Symbol, Emblem Allegorie. Die zweite Sprache der Bilder. Köln 2004.

Zum Nachschlagen und Weiterlesen:

Arthur Henkel und Albrecht Schöne (Hg.). Emblemata. Handbuch zur Sinnbildkunst des XVI. und XVII. Jahrhunderts. Stuttgart 1978. Andor Pigler. Barockthemen. Eine Auswahl von Verzeichnissen zur Ikonographie des 17. und 18. Jahrhunderts. Budapest 21974.

Publius Ovidius Naso. Metamorphosen. (Lateinisch/Deutsch). Übs. V. Michael von Albtrecht. Ditzingen 2019. Cesare Ripa. Iconologia. Rom 1603. Angelo Walther. Von Göttern, Nymphen und Heroen. Die Mythen der Antike in der bildenden Kunst. Leipzig 1993.



Cäcilia Henrichs

Vorlesung: Die Kunst (seit) der Neo-Avantgarde der 1960er Jahre [SoSe 2021]

DIE VORLESUNG VOM 12.7. KANN LEIDER NICHT STATTFINDEN. ICH BIN ERKRANKT UND HABE BUCHSTÄBLICH KEINE STIMME. ICH BITTE UM ENTSCHULDIGUNG UND WÜNSCHE NUN AUF DIESEM WEG EINEN ERHOLSAMEN SOMMER.

MICHAEL LÜTHY


Die Vorlesung wird online über Zoom durchgeführt.

Zeit: Montag, 14:30-17:30 Uhr, alle 14 Tage.

Daten: 19.4. - 3.5. - 17.5. -31.5. - 14.6. - 28.6. - 12.7.

Kurzbeschreibung des Vorlesungsinhalts:

In den 1960er Jahren setzen tiefgreifende Transformationen der künstlerischen Praxis ein, die bis heute nachwirken. Die Transformationen betreffen die künstlerische Praxis, den Begriff der Kunst, die Rolle der Kunstinstitutionen und die Formen der Rezeption gleichermaßen. Heute alltäglich gewordene Praktiken wie Performance, Installation oder Aktionskunst entwickeln sich, neue Materialien und Medien halten Einzug, die bildende Kunst entgrenzt sich. Die Vorlesung geht diesen Transformationen nach, im Wechsel zwischen systematischer Perspektivierung und der Diskussion signifikanter Werke.

Michael Lüthy

Vorlesung: Hieronymus Bosch [SoSe2021]

Hieronymus Bosch (um 1450/55–1516) war schon zu Lebzeiten für seine fantastischen Bilderfindungen berühmt. Heute ist sein Name zum Synonym für Spuk und Höllenbilder geworden. Die kunstwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Leben und Werk Hieronymus Boschs begann Ende des 19. Jahrhunderts. Seither sind weit mehr als tausend Publikationen zu diesem Maler erschienen. Vor allem sind sie dem Versuch gewidmet, seine so rätselhaft anmutenden Bildwelten zu erklären. Seltener beschäftigen sie sich mit seinem Stil. Und ganz selten wird beides gleichermaßen in den Blick genommen. Aus wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive ist Hieronymus Bosch gleichsam ein Modellfall für die Irrungen und Wirrungen der Kunstgeschichte und ihre methodischen Grundlagen. Die Vorlesung ist gleichermaßen als Einführung die Rezeptionsgeschichte angelegt, wie als Einführung in Leben und Werk. Dabei sollen nicht nur der Künstler und seine Werke in den Blick genommen werden, sondern auch die unterschiedlichen Wege der wissenschaftlichen Annäherung. 

Nils BüttnerFrederike Schmaeschke

Prüfungsvorbereitung für Kunstpädagogen [fortlaufend]


Dieses Kolloquium wendet sich speziell an fortgeschrittene Studierende der Kunstpädagogik. Es soll auf die mündliche Prüfung in Kunstgeschichte im März 2021 vorbereiten. Durch Kurzreferate und gemeinsame Werkanalysen soll ein Überblick über die Geschichte der europäischen Kunst vertieft werden. 


Seminar: Niklas Luhman: "Die Kunst der Gesellschaft" [SoSe 2021]

Das Seminar findet online per Zoom statt.

Zeit: Mittwoch, 11:00-14:00 Uhr, alle 14 Tage:

Termine: 21.4. - 5.5. - 19.5. - 2.6. - 16.6. - 30.6. - 14.7.

Kurzbeschreibung:
Niklas Luhmanns „Die Kunst der Gesellschaft“ (1997) ist inzwischen ein Klassiker der Kunstsoziologie. Luhmann argumentiert zugleich systematisch und historisch. Das hat zur Folge, dass seine Argumentation eine große Zahl wesentlicher und bis heute virulenter Kunstfragen anschneidet. Im Seminar werden wir Luhmanns Argumentation anhand ausgewählter Passagen des umfangreichen Buches nachvollziehen und diskutieren.




Michael Lüthy

Seminar: Joseph Beuys [SoSe 2021]

Das Seminar findet online per Zoom statt. Ein Wechsel zu Präsenzveranstaltungen wird angestrebt, wenn die Situation es erlaubt.

Zeit: Dienstag, 14:00-17:30 Uhr, alle 14 Tage:

Termine: 20.4. - 4.5. - 18.5. - 1.6. - 15.6. - 29.6. - 13.7.

Kurzbeschreibung:
Der 100. Geburtstag, den Joseph Beuys in diesem Jahr feiern könnte, bildet den äußeren Anlass für das Seminar. Der runde Geburtstag bietet die Gelegenheit, diese zentrale Figur der deutschen und internationalen Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, deren Wertschätzung und Rezeption in den letzten Jahren abgenommen hat, neu zu beleuchten. Beuys verfolgte einen umfassenden Ansatz, der die Kunst in den Zusammenhang gesellschaftlicher Prozesse stellte. Denn für Beuys konvergierte beides, Kunst und Gesellschaft, im Begriff und in der Praxis des „Skulpturalen“. Zugleich ist Beuys ein einschlägiges Beispiel für jene neo-avantgardistische Erweiterung des Kunstbegriffs, die ich in der Vorlesung in breiter Perspektive diskutiere: Beuys arbeitete nicht nur mit neuartigen Materialien, sondern entwickelte auch Praxisformen, die im Kunstkontext bislang unbekannt waren.
Michael Lüthy

Seminar: Tendenzen der Gegenwartskunst. Diskursformationen und kuratorische Konzepte [SoSe 2021]]

In der Gegenwartskunst formieren sich fortlaufend neue Diskurse zu künstlerischen und gesamtgesellschaftlichen Fragestellungen, die sich in Texten und Ausstellungen wiederspiegeln. Hierzu gehören die Relationale Ästhetik, der Spekulative Realismus, der Feminismus, die Outsider Art, der Postkolonialismus und das Queer Movement. Dieses Seminar soll einen ersten Einblick in diese Diskurse geben.

Gemeinsam diskutieren wir im ersten Teil dieser Doppelsitzungen einen wissenschaftlichen Text zu diesen Tendenzen. Im zweiten Teil stehen kuratorische Umsetzungen im Vordergrund. Hierzu besprechen wir Ausstellungen, die seit den 1990er Jahren diese Strömungen thematisiert haben: Traffic (1996),  Documenta 11 (2002), Das achte Feld (2006), theanyspacewhatever (2008),  Secret Universe (2012), Speculations on Anonymous Materials (2014), Guerilla Girls (2016), 10. Berlin Biennale (2018) und  Eau de Cologne (2019).


Christian Sinn

Seminar: Europäisches Kunsthandwerk [SoSe 2021]

Als der Gelehrte Franciscus Junius um die Mitte des 17. Jahrhunderts seinen „Catalogus artificum“ zusammenstellte, ein vollständiges Verzeichnis aller in der antiken Literatur bezeugten Künste (griech. technitai, lat. artifices) führte dieser „Künstlerkatalog“ nicht nur alle antiken Maler und Bildhauer auf, sondern auch – dem klassischen techné-Begriff entsprechend – Ziseleure, Kupferschmiede, Töpfer, Mechaniker, Gold-, Silber- und Schwertschmiede, Steinmetze und Mathematiker. Eine Trennung nach Kunstgattungen wäre dem leidenschaftlichen Philologen wohl kaum in den Sinn gekommen, denn die antiken Autoren, auf die er sich berief, kannten diese Trennung nicht. Erst der seit dem Ende des 18. Jahrhunderts sich etablierende und noch heute gültige Kunst-Begriff schied die sogenannten „freien“ von den „angewandten“ Künsten und sonderte das „Kunsthandwerk“ aus der bislang als Einheit begriffenen Geschichte der Künste aus. Später wurden die „kunsthandwerklichen“ Gegenstände mit ihrer Musealisierung am Ende des 19. Jahrhunderts auch noch nach Materialien und „Gattungen“ getrennt. Wie lässt sich unter diesen Bedingungen eine Geschichte des europäischen Kunsthandwerks darstellen? Das Seminar, das teils als Übung vor Originalen abgehalten wird, soll diesem Versuch gewidmet sein.

Nils BüttnerFrederike Schmaeschke

Seminar: Kunstgeschichte schreiben [SoSe 2021]

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Kunst und der Geschichte. Wer erzählt die Geschichte der Kunst eigentlich und wie macht er oder sie das? Wessen Geschichten werden dabei erzählt und an wen wird sich erinnert?

Wie gehen wir selbst damit um und was für Möglichkeiten haben wir?

Neben einem ersten Überblick über die Geschichte(n) der Kunst von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart, sollen auch Grundlagen kunsthistorischen Forschens und Schreibens erlangt werden.

Donnerstag 14.00-15.30 Uhr im digitalen Raum

Gitta BertramGitta Bertram

Seminar: Willi Baumeister [SoSe 2021]

Willi Baumeister (1889–1955) gehört zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Er war nicht nur Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, sondern arbeitete auch als Maler, Typograf, Werbegestalter, Bühnenbildner und Autor kunsttheoretischer Texte. Diese Vielseitigkeit wollen wir im Seminar unter Berücksichtigung zeitgenössischer Diskurse näher beleuchten.

 Das Seminar findet im digitalen Raum statt.



Atessa Sonntag

Rubens in Stuttgart [SoSe2021]

Ende des Jahres 2021 soll in der Staatsgalerie Stuttgart in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste eine große Landesausstellung zum Frühwerk des Malers Peter Paul Rubens stattfinden. Das Seminar richtet sich an alle, die an fortgeschrittene Studierende aller Fachrichtungen, die aktiv an der Vorbereitung mitwirken wollen.

Literatur: Wird im Verlauf der Veranstaltung bekanntgegeben.


Nils BüttnerFrederike Schmaeschke

Marcel Duchamp - Von der Wirkung zum Werk [WS 20/21]

Unübersichtlich viele künstlerische Strömungen seit den 1960er Jahren und bis in die Gegenwart berufen sich auf Marcel Duchamp, wenn es um die Legitimation ihrer Verfahren geht. Das betrifft nicht nur die vielen Spielarten konzeptueller Kunst, für die das Readymade zum Gründungswerk stilisiert wird, sondern beispielsweise auch für neuartige Verbindungen zwischen Kunst und Wissenschaft oder für Kunstformen der sog. Institutional critique. Inwieweit diese Bezugnahmen und Rückführungen auf Duchamp gerechtfertigt sind, lässt sich nur aufgrund einer genaueren Kenntnis von Duchamps OEuvre abschätzen. In der Vorlesung werden daher zentrale Komplexe von Duchamps vielgestaltigem Werk vorgestellt und diskutiert. Die Vorlesung geht also sozusagen rückwärts: von der umfassenden und durchgreifenden Wirkung von Duchamps Kunst zurück zu den einzelnen Werken.

Michael Lüthy

Marcel Duchamp - Werke und Diskurse [WS20/21]

Das Seminar begleitet die Vorlesung mit gemeinsamen Werkdiskussionen und Lektüren ausgewählter Sekundärliteratur.
Die Seminarthemen werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Michael Lüthy

Minimalistische und postminimalistische Kunst [WS20/21]

In den 1960er Jahren setzten tiefgreifende Transformationen der künstlerischen Praxis ein, die bis heute nachwirken. Die Transformationen betreffen die künstlerische Praxis, den Begriff der Kunst, die Rolle der Kunstinstitutionen und die Formen der Rezeption gleichermaßen. Das Seminar nimmt hierbei die Auswirkungen dieser Transformationen auf die Skulptur in den Blick. Die entsprechenden künstlerischen Positionen, hauptsächlich der US-amerikanischen Kunst zugehörig, wurden unter den Sammelbegriffen des Minimalismus sowie – als weiterer Entwicklungsschritt – des Post-Minimalismus zusammengefasst. Das Spektrum umfasst Künster wie Donald Judd, Carl Andre oder Dan Flavin, aber auch Richard Serra oder Bruce Nauman. Im Seminar diskutieren wir nicht nur diese künstlerischen Positionen, sondern begleitend dazu einschlägige Texte.
Literatur: Wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

Michael Lüthy