Judith Butler: Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung [WS 22/23]

In Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung reflektiert Judith Butler Dimensionen kollektiven Widerstands qua öffentlicher Versammlung. In der dt. Ausgabe formuliert der Verlag: „In Erweiterung der sprechaktzentrierten Theorie der Performativität und gegen Hanna Arendts ‚körperlose‘ Konzeption politischen Handelns unterstreicht [Butler] die Bedeutung physischer Präsenz kollektiver Akteure im öffentlichen Raum [...]“. Mit Blick auf die Relevanz der von der Autorin untersuchten Aspekte auch für die zeitgenössische Kunst, ist die Lektüre des Buches ein Angebot, gemeinsam seine Inhalte zu diskutieren und kritisch mit Blick auf jüngste Phänomene zu besprechen.


Katharina Neuburger

New York City Modern, 1914-1941 [WS 22/23]

In Constantin Brancusis Atelier. V.l.n.r.: Constantin Brancusi, Tristan Tzara, Berenice Abbott, Mina Loy, Jane Heap und Marga


Zwei Generationen geflüchteter Kunstschaffender, die auf ihre amerikanischen KollegInnen treffen; SammlerInnen zeitgenössischer Kunst und ihre ungewöhnlichen Institutionen; darunter ein erstes und ein zweites Museum of Modern Art; queere Kunst- und Literaturzirkel, die neue Diskursfelder prägen; afro-amerikanische Künstlerinnen und Künstler, deren Werke von Harlem aus eine ‚Renaissance‘ im Kulturleben der Metropole einleiten: New York City nimmt im frühen 20. Jahrhundert eine zentrale Rolle in der Neujustierung der Moderne-Bewegung ein. Weitaus offener, radikaler und interdisziplinärer als in der Rezeption häufig dargestellt, verbinden sich hier zwischen 1914 und 1941 zeitgenössische KünstlerInnen, LiteratInnen und AktivistInnen zu cross-kontinentalen Allianzen, die neue Diskurse anstoßen. Im Seminar machen wir uns auf die Suche nach diesen Ansätzen und diskutieren die Vorschläge der Kunst- und Kulturschaffenden mit Blick auf unsere heutigen Debatten.


mittwochs, wöchentlich 

16:00-17:30 Uhr

Beginn: 26. Oktober 2022




Katharina Neuburger

Seminar "Insekten in der Kunst" [SoSe2022]
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Insekten sind überall, reichhaltig, klein, vielfältig, bunt, unterschiedlich, komisch, komplex und wichtig für unsere Umwelt. Seit Menschen angefangen haben, Kunst zu machen, haben sie auch Insekten dargestellt. Heute noch beschäftigen sich manche zeitgenössische Künstler*innen mit diesem Thema. Aber warum sind Insekten so faszinierend? Warum haben Künstler*innen und Naturforscher*innen seit Jahrhunderten versucht, diese wirbellosen Tieren zu studieren und sie bildlich zu reproduzieren? Wie können sie die Komplexität der Farben und die Vielfalt der Formen von Käfern, Schmetterlingen, Libellen und Wespen mit Pigmenten, Metall, und anderen Materialien repräsentieren? Wie könnte ein Insekt lebensgetreu nachgeahmt werden? Wie können Künstler*innen, tote Insekten als Kunstmaterialien verwenden?

Dieses interdisziplinäre Seminar nimmt Darstellungen von Insekten in westlicher Kultur, Kunst, und Naturwissenschaft als Ausgangspunkt, kunstgeschichtliche Aspekte zu erklären. Technik, Farben, Formen, Perspektive, sowie die Sammlungskultur der Natur in Wunderkammern, der geschichtliche Kontext und der Herstellungsprozess von Kunstwerken sind Aspekte, die näher erläutert und vorgestellt werden. Der Fokus liegt auf frühneuzeitliche Kunst aber Kunstwerken von zeitgenössischen Künstler*innen werden auch betrachtet.

Die ersten Sitzungen gelten dazu, einen kunstgeschichtlichen Überblick zu geben und zu lernen, wie Bilder analysiert wurden. Das Seminar enthält außerdem praktische Teile wie Beobachtungszeichnung von Insekten und einen Workshop, die Technik von Schmetterlingsabdrücken auszuprobieren. Die Studierenden werden lernen, kunstgeschichtliche Forschung zu praktizieren und sich wissenschaftlich darüber auszudrücken.

Das Seminar wird auf Deutsch unterrichtet, aber Englischsprachler*innen sind herzlich willkommen.


V.E. Mandrij

Ikonographie [SoSe2022]
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In der Einführung zur Ikonographie werden wir uns verschiedene klassische Bildthemen aus der griechischen und römischen Mythologie ansehen und in einem diachronen, vergleichenden Blick Bildtraditionen nachverfolgen und diskutieren.

Cäcilia Henrichs

Entgrenzte Körper: Aktions- und Performancekunst in der DDR, 1961-1989 [SoSe 2022]
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Das Seminar nimmt zwei Generationen autonomer Kunstschaffender der DDR in den Blick, mit besonderem Fokus auf die Aktions- und Performancekunst von Künstler:innen und Gruppen wie A.R. Penck und die Lücke, Gabriele Stötzer und die Erfurter Künstlerinnengruppe, die Autoperforationsartisten mit Micha Brendel, Else Gabriel und Via Lewandowsky, oder auch Positionen wie die von Karla Woisnitza. Materialien, insbesondere digitalisierte Super8-Filme, Fotografien, Ablaufmanuskripte, etc. werden aus wissenschaftlichen Publikationen, Archiven wie dem BStU (Stasi-Archiv) und direkt über die im Fokus stehenden Kunstschaffenden bezogen und den Teilnehmer:innen des Seminars zur Verfügung gestellt.

Katharina Neuburger

Seminar Über die Kunst zu reden [SoSe 2022]
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In der Auseinandersetzung mit den Originalen in Museen, Sammlungen und Galerien in Stuttgart werden in diesem Seminar grundlegende Konzepte und Methoden des wissenschaftlichen Umgangs mit Werken der Bildenden Kunst vermittelt. Dabei werden die spezifischen Anforderungen eines Studiums an der Kunstakademie besonders berücksichtigt. Im Zentrum steht die Begegnung mit den Originalen, die wir uns in gemeinsamen Museums- und Galeriebesuchen erschließen

Nils BüttnerFrederike Schmaeschke

Renaissance: Als die Bilder reden lernten [SoSe 2022]
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Die in dem Begriff  "Renaissance" sich aussprechende Idee, dass sich in einem als einheitliche Epoche beschreibbaren Zeitraum vom späten 14. bis zum 16. Jahrhundert, nach einer angeblich finsteren Zwischenzeitalter – dem „Mittelalter“ –, eine Wiedergeburt der Kunst und Kultur der Antike vollzogen habe, ist inzwischen selbst historisch. Doch auch wenn der bis heute fest etablierte Epochenbegriff mit guten Gründen in die Kritik geraten ist, lassen sich in dem von ihm bezeichneten Zeitraum zumal im Medium des Bildes und auf dem Gebiet der Künste tiefgreifende Veränderungen aufzeigen. Ihnen soll diese Vorlesung gewidmet sein.

Nils BüttnerFrederike Schmaeschke

Aus dem Rahmen gefallen [SoSe 2022]

Wenn wir eine Ausstellung besuchen, spielen der Bilderrahmen oder der Rahmen im Sinne des Ausstellungsraums oftmals nur eine unterbewusste Rolle. In diesem Seminar wollen wir der Geschichte, Bildern einen Rahmen zu geben, mehr Aufmerksamkeit widmen.
Zum einen werden wir die Entwicklung des (Bilder-)Rahmens sowie dessen funktionale und ästhetische Aspekte näher betrachten. Zum anderen geht es dabei aber auch um den Rahmen als Raum, der gerade in der Zeit, als der Bilderrahmen zunehmend an Bedeutung verliert, stärker in den Fokus rückt. Dieser Thematik werden wir anhand aktueller künstlerischer Positionen ebenfalls nachgehen.

 





Atessa Sonntag

Prüfungsvorbereitung für Kunstpädagogen [fortlaufend]


Dieses Kolloquium wendet sich speziell an fortgeschrittene Studierende der Kunstpädagogik. Es soll auf die mündliche Prüfung in Kunstgeschichte im März 2021 vorbereiten. Durch Kurzreferate und gemeinsame Werkanalysen soll ein Überblick über die Geschichte der europäischen Kunst vertieft werden. 


Nils BüttnerFrederike Schmaeschke

Was ist Kunst? [WS 2022/23]

In diesem Seminar werden wir uns damit beschäftigen, was seit der Antike als Kunst galt, warum man den Begriff „Kunst“ eigentlich nicht auf die Objekte des Mittelalters anwenden kann, was der Unterschied zwischen angewandter und freier Kunst ist und wie Konzepte von Theorie und Praxis bis heute in den Kunstbetrieb wirken.

Neben einem ersten Überblick über die Geschichte(n) der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart, sollen auch Grundlagen kunsthistorischen Forschens und Schreibens erlangt werden.


Donnerstag 14.00-15.30 Uhr
KWR-Pavillon

Gitta Bertram