Medienrestaurierung
Nadja Wallaszkovits
Die Vorlesung befasst sich mit einer Auswahl der einflussreichsten Videokünstler und deren Arbeiten, die wir gemeinsam besprechen und anschauen. Sie führt vom Ursprung der Videokunst aus der elektroakustischen Musik, dem experimentellen Film und der Performance zum elektromagnetische Raum der 1960er Jahre, dem Übergang zum elektronischen Raum der 1970er Jahre, bis zu den Anfängen der digitalen Bilder in der zweiten Hälfte der 1980er Jahrer. Elektronische Bildverfremdungen werden vorgestellt, von analog bis digital. Die 1990er Jahre bringen die Rückkehr zum »einfachen« Künstlervideo und erste aufwändige cinematografische Videoproduktionen als installative Arbeiten. Die Auflösung von Video mündet schließlich im interaktiven Cyberspace.
Mona Ulrich
In dem Modul wird vermittelt, welche Entscheidungen bei der Ausstellung von Medienkunst getroffen werden müssen, und was darüber hinaus an Vorkehrungen nötig sind. Dabei soll auf verschiedene Medien eingegangen und deren spezifische Herausforderungen adressiert werden. Zudem soll ein Überblick über die technischen Aspekte der Ausstellungspraxis geboten werden.
Mona Ulrich
Grundlagen (Bildbeschreibungsarten, Datenformate, Farbmanagement, Arbeitsabläufe, Kommunikationsgrundlagen); Arten der Bildaufzeichnung (aktuelle Verfahrensweisen, zweidimensionale Techniken, zweidimensionale Texturtechniken, dreidimensionale Aufzeichnung); Vermittlung eigenständigen Entscheidens der Technologie für den jeweiligen Einsatzzweck.
Informationsressourcen für Studierende der Medienrestaurierung
Physikalische Grundlagen: Elektrizität, Elektromagnetismus, physikalische Einflüsse auf audiovisuelle Medien, Schadensvermeidung.
B.N.4.1.1.2 Analoge Verfahren I Elektronische Audiovisuelle Medien
Im Fokus stehen Akustik und Signaltechnik, Mikrofon und Lautsprecher,
Aufnahme- und Wiedergabeverfahren von Schallplatte und Magnetband im
Audiobereich sowie die Kathodenstrahlröhre für Aufnahme und Wiedergabe von
Video. Die Verfahren und Materialien sind, mit Ausnahme der Vinyl-Schallplatte,
obsolet und ihre Erhaltung stellt uns in Hinblick auf ihre Digitalisierung
(B.N.4.2.1) zunehmend vor neue Herausforderungen. Die Studierenden erhalten das
notwendige Hintergrundwissen, um diese teilweise verschwundenen Technologien
und Komponenten zu identifizieren und eine erste Abschätzung ihrer aktuellen
Funktionalität vorzunehmen, die auch von ihrer Materialität abhängig ist.
Grundlagen der Fernseh- und Videotechnik
M.X.9.1.39
Konservierung moderner und zeitgenössischer Kunst |
Die Studierenden können ein Sammlungsobjekt, das für seine Ausstellung
elektrischen Strom benötigt, richtig identifizieren und klassifizieren: Licht-,
kinetisches, oder lichtkinetisches Objekt, Audio-, Video- oder audiovisuelles
Objekt, ev. mit kinetischen Elementen. Ausmachen und Dokumentieren der
beteiligten Problematiken, Schnittstellen bilden zur Museumstechnik, zur Objektrestaurierung
und zur Konservierung von technischem Kulturgut. Im Fokus steht die Integrität
des Objekts oder der Installation als Kunstwerk mit seiner epochentypischen
Ausführung.
Vermittlung von Überblickswissen über die technische und kulturgeschichtliche Entwicklung der Fotografie im angewandten und künstlerischen Bereich des 19. Jahrhunderts. Themen: Vorläufer der Fotografie und der Projektion: Camera Obscura und Laterna Magica; Fortschritte der Optik, die ersten lichtempfindlichen Verfahren Daguerreotypie und Kalotypie; Portrait, Stillleben, Landschaft; neue Verfahren und neue Anwendungen: nasses Kollodium, Trockenplatte, Silbergelatine; Auskopierverfahren, künstlerische Edeldruckverfahren; die Chronofotografie als Vorläufer des Films, Fotografie in Naturwissenschaft, Medizin, Polizeiwesen; die Fotografie als Dokument der Industrialisierung und die Industrialisierung der Fotografie selbst
Vermittlung von Überblickswissen über die technische und kulturgeschichtliche Entwicklung von Video: von den frühen Kommunikationstechnologien bis zu den 1960er Jahren; erste Consumerformate-