Rembrandt van Rijn (1609–1669) zählt zu den bekanntesten Malern überhaupt – aber warum eigentlich? Sein Name ist fest mit kanonischen Vorstellungen bildender Kunst verankert, ruft auch außerhalb der Fachwelt andächtige Anerkennung hervor und garantiert Museen hohe Besucher:innenzahlen. Wenngleich die von Rembrandt geschaffenen Werke hierzu unzweifelhaft einen nicht geringen Teil beitragen, so liegt doch die Vermutung nahe, dass es weitere, außerhalb seiner Gemälde und Grafiken liegenden Ursachen für seine außergewöhnliche Popularität geben muss. Diese sollen im Rahmen des Seminars diskutiert werden. Die Untersuchung fokussiert hierbei drei Blöcke: Welche Strategien entwickelte Rembrandt selbst zur Vermarktung seiner Person und seiner Werke? Welche Funktionen wurden Rembrandt posthum in den sich seit dem 18. Jahrhundert herausbildenden Kanonisierungsprozessen zugewiesen und welche Vorstellung des Künstlers ging hiermit einher? Welches Rembrandt-Bild vermitteln popkulturelle Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts und inwiefern führen diese zu Verschiebungen in der Rezeption seiner Werke? Die breiten Fragekomplexe ermöglichen eine Heterogenität der Untersuchungsgegenstände, die von Radierungen und Lithographien über Fotografien und Film bis hin zu Alltagsgegenständen wie der Rembrandt-Zahnpasta reichen. Ortstermine sowie Gespräche mit Rembrandt-Expert:innen sind im Rahmen des Seminars geplant.
Das Seminar findet zu den unten genannten Terminen statt. Die ergänzend hierzu geplanten Ortstermine werden im Laufe der Veranstaltung festgelegt. Lesebereitschaft und regelmäßige Teilnahme werden erwartet.
14-tägig, montags, zu den folgenden Terminen: 26.10. (17-19), 9.11. (17-19), 23.11. (17-19), 7.12. (17-19), 11.1. (17-19)