3D – analog: forming and deforming / Interdisziplinäres Projekt [SoSe2021]
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In diesem Workshop werden Möglichkeiten der textilen Gestaltung von dreidimensionalen Formen erforscht. Mit schnitttechnischen Tricks und anderen textilen Techniken werden raumgreifende Objekte und Kostümfragmente zum Thema „forming and deforming“ entwickelt.  Mit dem Fokus auf konvexe und konkave Übertreibungen werden die Figuren oder Raumteile durch unterschiedliche textile Techniken wie abnähen, annähen, ankleben, addieren, aussteifen, schichten, falten, ausstopfen und andere Anwendungen realisiert. Dabei spielt nicht nur die optische  sondern auch die haptische Qualität eine Rolle. Ziel ist ein theatralisches Konvolut expressiver textiler Formen.

Die Installationen werden zur Präsentation mit Licht inszeniert und zeichnerisch sowie fotografisch / filmisch festgehalten.

Dipl.Des. (FH) Dorothee Silbermann (AM) und Mag. Szidonia Pákozdy (AM)

Vom 24.9.-30.9., Beginn 10 Uhr, Heusteigtheater

Anmeldung bis Ende der Vorlesungszeit des Sommersemesters (31.7.) bei dorothee.silbermann@abk-stuttgart.de oder szidonia.parkozdy@abk-stuttgart.de

 


Dorothee Silbermann

H 13, WF: Grundkurs / Projekt Schnitttechnik Wahlpflichtfach

Ziel
Erwerb von Grund-Kenntnissen der Schnittentwicklung und -führung 

Inhalte
(je nach Lernfortschritt ggf. gekürzt)
Überblick Schnitt & Design, 3D Design
Maßtabellen, Maßnehmen am Körper
Erstellung eigener Maßtabelle
Entwicklung Kleidergrundschnitt
Ärmel-Konstruktion (ggf.)
Theorie: Modellvarianten & Abnäherverlegung
Drapage: Büste vorbereiten & Oberteil drapieren
Strickpullover richtig vermessen
Tech-Packs & technische Zeichnungen

Zeitrahmen                                
Donnerstags, 9-12 Uhr:
22.4., 29.4., 6.5.,14.5., 17.6.
Klausur: 24.6. (Betreuung durch Dorothee Silbermann)

Ort/Raum
Theorie digital, Praxis Neubau I, Raum 103 +104 
(unter Vorbehalt)


Janina Bieberstein

H02-04 FUNDUS:FARBE [SoSe 2021]

In der praktischen Auseinandersetzung wollen wir das Auge schulen, Sehen lernen und farbliche Sinneseindrücke sowie das Zusammenspiel mit Verteilung, Menge und Material untersuchen. Es entstehen Farbpaare, harmonische Gegenspieler und bewusste Disharmonien. Was passiert in der Kombination von Farben? Welche Paare lassen sich bei Material und Farbe finden? Ist gelb spröde und flieder weich & zart? Wie lässt sich die Illusion von Transparenz erzeugen? Wann entstehen optische Mischungen? Wie können in der Gestaltung Farbwahrnehmungen beeinflusst und gezielt eingesetzt werden? Eine Rolle spielt hierbei die Interaktion von Farbe mit Farbe, wie auch die bewusste Wahl von Kontrasten. Darüber hinaus bestimmt die Wahl der Struktur, der jeweiligen Garne und ihrer Oberflächenbeschaffenheit das Ergebnis. Matt oder glänzend, haarig oder glatt, transluzent oder opak. Schattierungen, Tönungen, Färbungen und Abstufungen sind weitere mögliche Mittel. Kann es nachhaltige Farben geben? Eine Farbe die physikalisch zwar definiert werden kann, wird von jedem „Sehenden“ anders wahrgenommen. Farbe ist visuell und emotional wirksam. Wie ist es mit der taktilen Wahrnehmung? Jede Tageszeit und Lichtsituation beeinflusst unsere Sinne. Es gilt: „Nichts ist wie es scheint“.

Im Projekt schulen wir die Sensibilität für Farbnuancen, Schattierungen und Reflexionen im Gestrick. Wir werfen einen Blick auf Farbenlehre nach Josef Albers und setzen uns mit physikalischen Phänomenen auseinander. Welche Strickstrukturen spielen mit Farbwahrnehmungen? Ein das Semester begleitende Farb- und Materialtagebuch soll entstehen. Farbe verstärkt sich mit einem passenden Gegenspieler. Dies gilt auch für die künstlerische Auseinandersetzung, daher wird Teamarbeit besonders begrüßt und kann auch projektübergreifend stattfinden. Das Semesterergebnis kann von derTextilkollektion, bis hin zu textilen Objekten oder Teppichen reichen. Paarungen und Gegenspieler von Raum und Körper sind denkbar.

Einführung gemeinsam mit dem Webprojekt BODEN:SCHÄTZE: 15.04., 13 -16:30Uhr,

Seminar donnerstags: 13 - 16:30 Uhr (Ausnahmetermin Freitag 14.05.21 13:00-16:30Uhr, da Donnerstag Feiertag), 

Digital / Strickstudio, Neubau I, Raum 103/104

Präsentation: 21.7., ab 9 Uhr

Kursanmeldung bitte bei 

janina.bieberstein@gmail.com und in Cc: dorothee.silbermann@abk-stuttgart.de


Janina Bieberstein

H. 02-04 BODEN:SCHÄTZE [SoSe 2021]

Welche Bodenschätze oder Farbgeheimnisse gibt es zu entdecken? Funktionieren Farben am Boden anders als im Dekor- oder Modestoff? Wie divergieren die sinnlichen Anforderungen an einen gestrickten Pullover im Unterschied zu einem Teppich? Sind Muster oder Strukturen Stolperfallen, und können Farben einem ‘den Boden unter den Füßen wegziehen’? Können sich ändernde Lebens- und Wohngewohnheiten eine textile Bodenreform erfordern?

Auf der Basis der Untersuchung und Analyse historischer wie moderner (Boden-)Textilen werden realistische bis utopische Ansätze und Ideen zu nachhaltigen Konzepten für textile Bodenschätze entwickelt. Mit klassischen und neuen Materialien werden in textilen und anderen Techniken Experimente realisiert, die als Ausgangspunkt für die Gestaltung von z.B. Textilkollektionen bis zu Unikaten dienen können.

Einführung gemeinsam mit dem Strickprojekt: 15.04., 13 -16:30Uhr,

Seminar mittwochs: 9 - 12 Uhr

Präsentation: 21.7., ab 9 Uhr

Kursanmeldung bitte bei       karl.hoeing@abk-stuttgart.de


Karl HöingDorothee Silbermann

G. 02_Grundlagen Textilentwurf II: Motiv + Ornament –Kollektion + Kolorit [SoSe 2021]

Nach einer theoretischen Einführung stehen die Recherche und die Entwicklung eigener Motive und Ornamente im Kontext der Gestaltung von Textilentwürfen im Vordergrund. Aus linearen Zeichnungen werden inhaltlich wie formal aufeinander abgestimmte Gruppen abgepasster Vorlagen für die Kolorierung nach unterschiedlichen textilen Fragestellungen entwickelt. Der konzeptionelle Zusammenhang dieser farbigen Entwürfe sowie deren Zuordnung zu Kollektionen von Stoffen für Mode oder Interieur werden untersucht, diskutiert und am Semesterende präsentiert. Der Arbeits- und Entwicklungsprozess mit fundierter Argumentation ist dabei ebenso wichtig wie die kreativen Lösungen. Außerdem wird eine Auswahl von Entwürfen aus dem ersten Semester in Gewebe umgesetzt, präsentiert und bewertet.

Beginn 12.04., 14-17 Uhr 19.07. Präsentation

Dipl.-Des. (FH) Dorothee Silbermann (AM)


Dorothee Silbermann

Antizipation – oder: Hoffen auf den Sommer [SoSe 2021]

Entwurf für digital bedruckte Tücher

Da wir momentan coronabedingt räumlich eingeschränkt leben, sehr viel digital arbeiten und auch ausgerechnet dieses Projekt zumindest zur Hälfte am Computer entworfen wird, soll eine gewisse Vorfreude auf veränderte Zeiten (nach Corona) den Entwurf leiten.

Die Sehnsucht nach gemeinschaftlichen Erlebnissen,  Berührung und Nähe sowie weiterem momentan Verbotenem sind Inspirationen für die Ideenentwicklung. Der Wunsch Dinge zu tun die im Moment nicht oder zumindest nur sehr eingeschränkt möglich sind, –wie tanzen gehen, zusammen singen, sportliche Aktivitäten betreiben, viele Menschen treffen, Veranstaltungen besuchen und vieles mehr,–– sollen persönlicher Ausgangspunkt für die grafische Darstellung sein. Um es mit den Worten von Paul Virilio, französischer Philosoph, zu sagen: die Vorstellung davon, wieder Augenzeuge von etwas zu sein.

Geschlossene Veranstaltung / 4. Semester / Mittwochs 13-16 Uhr /Präsentation: 2.6.

Dipl.-Des. (FH) Dorothee Silbermann (AM)




Dorothee Silbermann

Soft Circuits [SoSe 2021]

In Soft Circuits experimentieren wir mit weichen Stromkreisen, indem wir elektronische Komponenten mit textilen Materialien verbinden. Zu Beginn werfen wir mittels Beispielen aus Kunst, Design und der Makerszene einen Blick auf die Welt und Möglichkeitsräume textiler Elektronik und sogenannter wearables. 
Wir machen uns mit den Wirkprinzipien einfacher, elektronischer Kreisl
äufe vertraut, lernen verschiedene Methoden zur Herstellung textiler Schaltkreise kennen und gestalten mit experimentellem, spielerischem Ansatz unsere eigenen. Dabei interessiert uns z.B., welche leitfähigen Materialien es gibt, wie unterschiedliche Sensoren und Aktuatoren funktionieren und wie diese nicht nur textil integriert oder implementiert, sondern auch textil gedacht werden können. 
Mit den erarbeiteten textilen Sensor-Prototypen und euren potenziellen Anwendungsfeldern bzw. ihrer Integration in Funktionszusammenh
änge werfen wir außerdem noch einen Blick auf einfache Programmier-Skizzen, die wir dann mittels des Mikro-Computers Arduino‘ zum Leben erwecken werden.

Jede Unterrichtseinheit ist zugleich eine praktische Übung und beschäftigt sich mit einem jeweils anderen Aspekt der "weichen Stromkreise". Ziel ist es, einen eigenen und experimentellen Zugang zu der Gestaltung textiler Schaltkreise zu gewinnen und deren potenzielle Anwendungsmöglichkeiten zu entdecken.

Im Falle einer digitalen Veranstaltung werden Starter-Kits mit verschiedenen elektronischen Komponenten zur Verfügung gestellt, um Zuhause zu experimentieren.

Jennifer Keusgen

G 22, Textilfärbereitheorie und Praxis [fortlaufend]

Industriellen Abläufe der Textilveredlung im Schwerpunkt Färberei 

+ praktische Übungen

Vorlesung und Praxis 

Klausur, Praxis-Mappenabgabe


Michaela Wirsig

New Materealities (I): Virtual Haptics [WS 20/21]

Entwurfsprojekt Textildesign, Prof. Veronika Aumann

Vor dem Hintergrund des aktuellen theoretischen Diskurs zum »New Materialism« setzen wir uns aus der gestalterischen Praxis heraus mit neuen Sichtweisen auf und neuen Umgängen mit Materialien sowie daraus entstehenden möglichen neuen Realitäten auseinander.

Im Projekt New Materealities (I) – Virtual Haptics beschäftigen wir uns mit Textilien und textilen Materialien, die dort existieren (könnten), wo sich physische und virtuelle Welten berühren, überlagern und vermengen. Diese unscharfen Randbereiche werden vom haptischen Sinn ausgehend befühlt, gedehnt und ausgefüllt. 

Welche Eigenschaften, Merkmale und Fähigkeiten machen Textilien dieser Zwischenwelten aus? Wie lassen sie sich begreifen, darstellen und verwenden? Sich auf unsere körperlichen und haptischen Sinneserfahrungen stützend und ohne sich in bloßen Übersetzungen zu verlieren, wird sich hier beispielsweise damit befasst, schwerelos schwebende Stoffe zu schaffen, berühr- und knautschbare Pixelgewirke zu kreieren oder surreal wandelnde Materialien zu entwickeln und anschließend neu zu kontextualisieren.



Veronika AumannRobert Haselbacher

Processing quick & dirty [WS 20/21]

Crashkurs Processing, Prof. Veronika Aumann

Zwei Stunden Processing: Einstieg, Basics & HowToGetAdvanced in die Programmiersprache und -Environment Processing (open source). Der Kurs ist genau so, wie er heißt: 'quick & dirty' und richtet sich an Programmierwillige ohne Vorkenntnisse.

Freitag, 20.11. um 10 online. Vorher bitte processing installieren. 



Veronika Aumann