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Text der Kursbeschreibung

Christian Schröter

Seit Anfang der 2020er Jahre generative Sprachmodelle Teil von Arbeitsalltag und Lebenswelt geworden sind, ist „Künstliche Intelligenz“ als Diskursthema und Bildungsaufgabe unumgänglich geworden. Dabei ist die Vorstellung von KI keine historische Neuigkeit: Seitdem die Redewendung 1956 im Rahmen eines Drittmittelantrags geprägt worden ist, erlebte das Forschungsfeld bereits mehrere Zyklen, die man als „Sommer“ und „Winter“ bezeichnet, und die jeweils abhängig von technischen Durchbrüchen und Bruchpunkten die wissenschaftliche und öffentliche Beschäftigung mit KI geprägt haben. Auch war das Sach- und Ideenfeld der KI 1956 in Dartmouth nicht neu, sondern überlagerte operationale Logik, elektronische Nachrichtentechnik und Kybernetik. Und auch wenn diese seit den 1920er Jahren entwickelt wurden, reicht die Ideengeschichte mindestens in die Frühe Neuzeit zurück und verweist auf Konzepte der ‚Arbeitsteilung der Kopfarbeit‘ und der ‚Mechanisierung des Geistes‘, auch im Rahmen von Programmen der Quantifizierung des Denkens. KI ist somit auch immer ein paradigmatischer Forschungsgegenstand der Technikphilosophie und -geschichte in der jeweils weitesten und vollsten Bedeutung. Im Seminar werden wir uns mit dieser so anregenden wie komplexen Geschichte anhand von Schlüsseltexten beschäftigen, stets mit Blick auf konkrete Artefakte und kulturelle Rahmenbedingungen. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf historischen Verbindungen zu Kunst und Ästhetik liegen.

Anmeldung erbeten unter: christian.schroeter@abk-stuttgart.de

Dienstag 11:00 - 12:30 Uhr, wöchentlich (14.04.26 – 21.07.26),
R. 0.16 Vortragssaal – Neubau 2 

Art der Prüfung: Hausarbeit mit vorbereitendem Impulsvortrag – ECTS: 3-6 (bzw. nach Anforderung der jeweiligen Studiengänge)

Literatur:

  • Arnold, Florian/Bernhard, Johannes C./Feige, Daniel Martin/Schröter, Christian (Hgg.) (2024), Digitalität von A bis Z, Bielefeld: transcript. (=Edition Medienwissenschaft 104)
  • Crawford, Kate (2021), ...

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