Industrial Design
Fabien Dumas
David Gebka
Max Neustadt
Ziel dieses Workshops ist es, den Teilnehmer*innen anhand einer Fallstudie einen Einblick in die Erstellung und den Realisierungsprozess eines massenproduzierten Designs zu geben. Um dies zu erreichen, möchte ich meine eigenen Erfahrungen teilen, indem ich den gesamten Prozess im Zusammenhang mit dem Produkt Light au Lait erläutere, dass ich 2003 - 2004 in Zusammenarbeit mit Ingo Maurer entworfen habe.
Light au Lait, die Geschichte einer lebensverändernden Begegnung und eine aus heiterem Himmel stattfindende Gelegenheit für einen frisch graduierten jungen Mann. Ein wahres Abenteuer mit vielen Höhen und Tiefen, Schlupflöchern, einer surrealen Präsentation im Prater Biergarten Berlin, einer riesigen Sammlung von Kaffeelöffeln, einem kniffligen Gespräch über Hunderte von E-Mails mit taiwanesischen Unternehmern, einem Eureka-Moment, der alles veränderte, Fehlern, die sich in einem Segen verwandelten und ein singender Ingo Maurer, der uns alle verzauberte. Im zweiten Schritt werden die Teilnehmer*innen gebeten, anhand der zuvor vorgestellten Fallstudie einen eigenen Prozess zu initiieren und durchzuspielen. Parallel dazu dokumentieren die Teilnehmer*innen den gesamten Prozess in Bezug auf die Abschlusspräsentation.
5.5.2026, 14:00 – 9.5.2026, 13:00
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
Timo Kuhls
David Gebka
Max Neustadt
Ziel des Seminares ist das Kennenlernen und praktische Anwenden von ergonomischen Grundkenntnissen sowie die Vermittlung von Erfahrungen aus dem Umfeld der Entwicklung von Elektrowerkzeugen (Festool) und ein Blick auf die vielen Facetten dieses weiten Begriffes. Inhalte werden sowohl vorgestellt als auch gemeinsam erarbeitet, gerne sollen auch aktuelle Problemstellungen von laufenden Projekten Bestandteil des Seminares werden.
Fr 22.5.2026, 13–18 Uhr
Mi 10.6.2026 + 24.6.2026 je 14:30–18 Uhr
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
Sebastian Schrof
David Gebka
Max Neustadt
Schwerpunkt des Seminars ist das Erkennen von grundsätzlichen Konstruktionsprinzipien und deren gestalterische Ausformulierung. Betrachtung und Analyse unterschiedlicher Beispiele aus der Praxis bilden hierfür den Ausgangspunkt. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Abhängigkeit von Material und Maßstab gelegt. Durch einfache Übungen mit experimentellem Charakter werden die Konstruktionsprinzipien nachempfunden, erweitert, kombiniert und auf ihre Eigenschaften geprüft.
11.06.2026
12.06.2026
17.06.2026
01.07.2026
02.07.2026
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
Maximilian Hans
David Gebka
Max Neustadt
Generatives Design und Robotik ermöglichen eine neue Art der Produktion: hoch-individuell und automatisiert – irgendwo zwischen Manufaktur und Industrie.
Dieses Jahr widmet sich das Seminar „Interface“ nicht der klassischen Mensch-Maschinen-Schnittstelle, sondern der Interaktion von Maschinen mit ihrer Umwelt.
Wir konzipieren und entwickeln ein robotisches Fertigungsverfahren zur individuellen Oberflächengestaltung von Produkten. Dies beinhaltet die Entwicklung des Fertigungsprozesses, die Gestaltung und die Umsetzung des Endeffektors für einen Industrieroboter.
Nach einer ersten, manuellen Experimentierphase übertragen wir das Verfahren schrittweise in die semi-automatisierte Fertigung und setzen es final an einem Roboter um.
Voraussichtlich erfolgt das Seminar als Zusammenarbeit mit einem Industriepartner – Details folgen.
14.5.2026
15.5.2026
21.5.2026
22.5.2026
20.6.2026
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
Benedikt Eisenhardt
David Gebka
Max Neustadt
Im Kurs widmen wir uns konzeptionellen Grundlagen und Ansätzen zur zielgerichteten Außendarstellung der eigenen Arbeit und Person. Aus der Perspektive des Kommunikationsdesigns betrachten wir den Umgang mit Text, Bild und Layout im Kontext unterschiedlicher Formate – von Ausstellung und Bewerbung über Social Media und Portfolio zu Website und Wettbewerb. Hierfür entwickeln wir zu aktuellen Projekten der Student*innen Narrativ und Stilistik und erarbeiten mit verschiedenen Methoden und (KI-)Werkzeugen Text- und Darstellungsbausteine für konsistente und wirksame Kommunikationsarbeit.
13.5.2026
15.5.2026
20.5.2026
21.5.2026
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
Laura Neuscheler
David Gebka
Max Neustadt
Nachhaltigkeit ist eine zentrale Herausforderung im Design, da bereits im Entwurfsprozess über Existenz, Nutzung und Lebensdauer von Produkten entschieden wird.
Im Seminar stehen Konsum und die Verantwortung von Gestaltung im Fokus. Forschungsbasierte Designmethoden, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft sowie Material und Fertigungsverfahren bilden die Grundlage, um Produkte nachhaltiger zu gestalten.
Die Inhalte werden durch die Weiterentwicklung von Entwürfen und die Analyse bestehender Produkte angewendet.
Simon McGowan wird uns für einen Tag im Seminar besuchen und liefert fachlichen Input. Er ist Wissenschaftler und Ingenieur im Bereich Kunststoff und Materialtechnik und forscht am Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover, wo er nachhaltige Kunststoffmaterialien und Lösungen für Biokunststoffe entwickelt.
17. + 18.4.2026, 26.6.2026
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
David Geckeler
David Gebka
Max Neustadt
Ὀδυσεὺς:
„εἴμ᾽ Ὀδυσεὺς Λαερτιάδης, ὃς πᾶσι δόλοισιν
ἀνθρώποισι μέλω, καί μευ κλέος οὐρανὸν ἵκει.“
HAL 9000:
„I am putting myself to the fullest possible use,
which is all I think that any conscious entity can ever hope to do.“
Ausgangspunkt des Semesterprojekts ist eine alte Typologie, die nicht frei, sondern aus einer vorgegebenen Liste gewählt wird. Sie dient nicht als nostalgisches Objekt, sondern als Zugang zu größeren Zusammenhängen wie Verteidigung, Hygiene, Kommunikation, Macht oder Versorgung. Statt sie für die Gegenwart zu aktualisieren, wird sie in eine ungewisse Zukunft projiziert. Die Studierenden entwickeln selbst das Szenario, unter dessen Bedingungen sie erneut Bedeutung erlangen könnte.
Text, Bild und Objekt entstehen gleichzeitig und beeinflussen sich gegenseitig. Digitale Werkzeuge begleiten den Prozess, bleiben jedoch Instrumente. Fehlinterpretationen und Kommunikationsstörungen werden nicht vermieden, sondern bewusst integriert. Die Studierenden entscheiden eigenverantwortlich in jedem Schritt des Prozesses – Auswahl, Richtung und Bewertung liegen bei ihnen.
In diesem Projekt geht es darum, offen zu sein für neue Wege im eigenen Gestaltungsprozess. Das digital Erarbeitete dient dabei als Ausgangspunkt. Sowohl das Objekt als auch der Text, der es verständlich macht, werden analog entwickelt.
Abgabe:
Objekt / Text / Logbuch
Das gestaltete Objekt muss Verweischarakter auf die herrschenden Bedingungen seiner Zukunft besitzen.
Der geschriebene Text versucht, mit dieser neuen Welt Kontakt aufzunehmen und sie emotional erfahrbar zu machen.
Das geführte Logbuch dokumentiert die Etappen der Reise.
Typologien:
Qulliq, Thron, Hörrohr, Bundschuh, Sarkophag, Sella Curulis, Blasebalg, Coiffeuse, Keule, Himmelbett, Brunnen, Gonfanon, Monokel, Kettenhemd, Opiumkissen, Skythischer Sattel, Schriftrolle, Haube, Kang, Amulett, Pranger, Tansu, Lastenzug, Schild, Henkelmann, Sänfte, Unterarmschutz, Sonnenuhr, Bocio
Einschreibun...
Silvio Rebholz
David Gebka
Max Neustadt
Sprache ist neben zweidimensionalen Visualisierungen und dreidimensionalen Prototypen die wichtigste Ausdrucksform für Designer*innen. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Kommunikation, der Debatte und der gesprochenen Präsentation im Rahmen unserer Disziplin. Wir werden argumentieren und provozieren, über die eigene Praxis und die anderer reflektieren und sie artikulieren. Wir werden Sprache als Mittel der Darstellung und Visualisierung nutzen. Wir werden der Frage nachgehen, wie man eine eigene Haltung entwickelt und die anderer herausfordert.
Kick-off online: 16.04 10 Uhr-11 h
Block 1.18.06. 9-17 Uhr & 19.05 9-13 Uhr
Block 2 25.6. 9-17 + 26.6. 9-13 Uhr
Abschluss online 3.7. 9-13
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
Mike Razniewski
David Gebka
Max Neustadt
Bewegtbildproduktion für Produktdarstellung. Licht, Kamera, Dramaturgie, Schnitt. Studioarbeit und Postproduktion
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
Katja Schloz
David Gebka
Max Neustadt
Workshop in Grundlagen der Typografie; praktische typografische Übungen; Konzipieren und Umsetzen eines eigenen typografischen Entwurfs.
22.-25.7.2026
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
Sven von Boetticher
Max Neustadt
Energie ist zur unsichtbaren Lebensader unseres Alltags geworden.
Smartphone, Kopfhörer, Laptop, Fahrradlicht, Zahnbürste, Heizkissen, Powerbank - sie alle verlangen nach regelmäßiger Zuwendung. Nicht mehr der Tank, sondern das Kabel bestimmt unseren Rhythmus. Der Ladezustand wird zur neuen Form von Abhängigkeit.
Dieses Projekt versteht „Refill“ nicht nur technisch, sondern kulturell.
Was bedeutet es, dass wir täglich Objekte mit Energie versorgen müssen? Wie verändern Ladeprozesse unsere Räume, unsere Routinen, unsere Beziehungen zu Dingen? Warum sind Ladekabel meist provisorisch, versteckt oder chaotisch organisiert? Ziel ist es, das Aufladen elektronischer Begleiter als eigenständige Gestaltungssituation zu begreifen.
- Wie lassen sich Ladeprozesse räumlich und produktseitig neu denken?
- Welche neuen Produkttypologien entstehen zwischen Möbel, Interface und Energiequelle?
- Welche Rituale könnten entstehen?
- Wie kann Energieversorgung sichtbar, verständlich oder sogar sinnlich erfahrbar werden?
- Wie lassen sich Nachhaltigkeit, Modularität oder kollektive Nutzung integrieren?
Gesucht werden Produkte, Systeme oder hybride Typologien, die das „Refill“ nicht als notwendiges Übel, sondern als gestaltete Handlung begreifen.
Ob privat oder öffentlich, individuell oder geteilt, stationär oder mobil - Energie wird zum Entwurfsmaterial.
Exkursion Norditalien 2.- 5. Juni 2026
Im Rahmen des Projektes wird eine Exkursion zu den Standorten wichtiger Akteure der italienischen Designindustrie von der Brianza bis Venetien stattfinden. Unter der Leitung von Prof. de la Fontaine werden die Teilnehmer*innen Einblicke in die Produktion und Prozesse hinter den Kulissen der großen Marken gewinnen.
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr
Max Neustadt
David Gebka
“To expect the unexpected shows a thoroughly modern intellect.”
― Oscar Wilde, An Ideal Husband, 1895
Sturmflut, Waldbrand, Pandemie. Kein Empfang, kein Strom, kein Klopapier. Das Unerwartete kann jederzeit eintreffen, deshalb gilt: allzeit bereit.
Wir beschäftigen uns in der Gestaltungsübung mit kleineren und größeren Katastrophen und damit, wie man im Alltag auf sie vorbereitet sein kann. Ganz konkret geht es um Objekte, die man mit sich führt, die man im Ernstfall nicht missen will. Weniger um nach einem Atomkrieg eine Zivilisation neu aufzubauen, aber vielleicht, um es im feststeckenden Aufzug ein paar Stunden ein bisschen gemütlicher zu haben. Einfache, tragbare, smarte Helfer.
Um ein Gefühl für die unterschiedlichen Qualitäten von Ausnahmesituationen zu bekommen, dient die folgende Liste als inhaltlicher Auftakt. Sie deckt das Spektrum von schleichenden klimatischen Veränderungen bis hin zu plötzlichen infrastrukturellen Kollapsen ab:
ABC-Lage
Blackout
Dürre
Erdbeben
Flut
Hitzewelle
Drohnenangriff
Lieferkettenzusammenbruch
Pandemie
Waldbrand
Jede/r Teilnehmende setzt sich mit einem dieser Szenarien auseinander und präsentiert es am Earth Day. Zuordnung Anfang April per Los. Diese Recherche dient als erste Annäherung an das Thema – die anschließende Entwurfsphase kann, muss sich aber nicht zwingend auf dieses spezifische Ereignis beziehen.
Einschreibung ab dem 13.04.2026, 16:00 Uhr