Objektrestaurierung
Denise Madsack
Schwerpunkt dieses Moduls wird die Vermittlung der theoretischen Grundlagen sowie der Aufbau und die Montage einer realen kleinen Ausstellung im Museum der Alltagskultur im Schloss Waldenbuch sein. Im Rahmen des Kurses sind die Vorbereitung (z.B. Reinigung) der vorgesehenen Objekte (Gemälde, Kunststoff-, Metall- und Keramikobjekte), die Diskussion um die Art der Montage in den Vitrinen und Hängung sowie die anschließende praktische Umsetzung vorgesehen.
www.museum-der-alltagskultur.de
Lernziele: Die Studierenden kennen die neusten Entwicklungen zu den Themen Vitrinen-, Montage- und Ausstellungstechnik sowie die Phasen einer Ausstellungsplanung und können sich in andere Prozessbeteiligte hineinversetzen und so in einem interdisziplinären Team zusammenarbeiten.
Denise Madsack
Themen des Teilmoduls sind der makro- und mikroskopische Aufbau, die Eigenschaften und historische Verwendung von pflanzlichen und tierischen Werkstoffen (Holz, Pflanzenfasern, Papier, Tierhaare, Leder, Pergament, Horn, Schildpatt, Knochen, Geweih, Zähne, Elfenbein und Ersatzmaterialien), Herstellungstechniken und -spuren sowie Schadensbilder.
Lernziel: Die Studierenden kennen die wesentlichen materialkundlichen, kulturhistorischen und konservierungstechnischen Aspekte des Gebrauchs pflanzlicher und tierischer Werkstoffe und können diese wiedergeben. Sie können ihre Kenntnisse auf konkrete Objekte anwenden sowie weiteres Wissen eigenständig erarbeiten.
Den Studierenden wird die Geschichte der synthetischen Werkstoffe und Bindemittel sowie die historische Entwicklung ihres Gebrauchs und ihrer Verarbeitungstechniken vermittelt. Alterungseigenschaften der unterschiedlichen Kunststoffe und Angaben zu Lagerung, Ausstellung und Verpackung.
Technologische Eigenschaften synthetischer Bindemittelsysteme (Farbbindemittel, Klebemittel und Überzugswerkstoffe) sowie deren Verwendung in der Konservierungstechnik sind Inhalte des Teilmoduls. Sie erlernen technologische Eigenschaften von synthetischen Werkstoffen in moderner und zeitgenössischer Kunst und Kulturgut.
Praktische Umsetzung von Konservierungsmaßnahmen an einem gemeinsamen Objekt, einem Flugfahrrad von Gustav Mesmer. Studierende werden an ein besonderes Konservierungs- und Restaurierungsprojekt herangeführt. Hierbei wird anhand des einen Objekts mit dem Vorsitzenden der Stiftung erarbeitet, wie mit der Sammlung Gustav Mesmers insgesamt konservatorisch umgegangen werden kann, besonders mit dem Zerfall von Kunststofffolien und Metallkorrosion, dem Schädlings- und Klimamonitoring in der Sammlung sowie dem Umgang mit Mesmers Nachlass und Art Brut-Objekten im Allgemeinen.
Bei der Vorbereitung, Konzepterstellung und der Ausführung der Teilaufgaben vor Ort (Akademie und Kirchentellinsfurt) werden die Studierenden von den Lehrenden unterstützt.
Inhalte: Untersuchung, schriftliche, zeichnerische und fotografische Dokumentation des Erhaltungszustandes, Erstellung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzepts, Durchführung von Proberestaurierungen und Erstellung einer schriftlichen Dokumentation.
Die Studierenden kennen die wesentlichen materialkundlichen, kulturhistorischen und konservierungstechnischen Gegebenheiten des Gebrauchs silikatischer Werkstoffe, können diese auf konkrete Objekte anwenden und sich weiteres Wissen weitgehend selbstständig erarbeiten. Vermittelt werden Rohstoffe, Herstellung, Strukturen, Zusammensetzung und Eigenschaften von folgenden silikatischen Werkstoffen:
Glas:
- Struktur, Eigenschaften, Rohstoffe
- Farben und Trübung, Verarbeitung
- Verwitterung
Keramik / Porzellan:
- Tonmineralien und deren Aufbereitung
- Magerung
- Vorgänge beim Brennen,
- Entsalzung